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Erster Band.
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331
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Burguuthart ein Waldrevier in der Gemarkung von Heppen-heim am Odenwalde, Worms gegenüber 1 ; im Nibelungenliedeherrscht König Günther zu Worms in Burgunden zu beidenSeiten des Rheins 2 . Dies sind hinlängliche Spuren davon,dass bei der Ueb er Siedlung* der Hauptmasse des Yolkes einTheil desselben in Germanien zurückgeblieben war, zwar nichtin den alten Wohnsitzen ostwärts vom ehemaligen römischenGrenzwalle 3 , noch viel weniger in den vermeintlichen am Harz"nd Main 4 , sondern in dem Landstriche am rechten Rheinuferhis in den Odenwald, wie denn die Uebersiedlung nachGallien aus den bei der Völkcrbewcgung des Jahres 406-7durch Einkeilung zwischen die Alamannen neu gewonnenenSitzen zwischen Rhein, Main und Neckar (Odenwald) 5 , nichtaus den alten Wohnsitzen 6 wird stattgefunden haben 7 .

•Y 375 befolgt, Boretius aber a. 0. S. 25 mit Hecht bezweifelt. IntraVei ‘irc ist nemlieh, nach dem spätlateinischen Gebrauche von infra statt■utra, s. v. a. in’s Land kommen; bei den Ankömmlingen ist dann aller-dings an Nachzügler aus Germanien zu denken. Ohne Bezugnahme aufdie Stelle der Lex Burg, nimmt Bochat II. 175 das spätere Hinzukommensolcher an.

1) W. Grimm S. 69, der im Nibelungenliede eine Verwechslung desi^den- und Wasichenwaldes irrig annimmt; Derichsweiler S. 24. 159 N. 15.

2) XV. 7652 ff. Jagd über den Rhein im Odenwald (Derichsweiler S. 24);12713 weint beim Auszuge der Burgunderhelden das Volk „beidentlialp

er Berge,“ d. h. zu beiden Seiten des Kheinthals.

3) Wie Gagern II. 250. 332, Troya I, 3. 989 f. und Gaupp S. 276nieinen. Gagern bezieht hieher das Vnrgundaib bei P. Diaconus (S. 30);richtiger urtheilt FHMüller I. 339. Derichsweiler S. 24 nimmt ebenfalls

e u Verbleib eines Volkstheils in den „alten Wohnsitzen“ an; er be-lehnet als solche die Gegenden um den Odenwald, die unteren undMittleren Maingegenden, — im Widerspruche mit S. 13.

0 Bei Thierry HA. I. 45 f.

5) FHMüller I. 340 f. vermuthet, die Burgundionen haben sich auch111 Korden des untern Mains gelagert und das dortige, nördlichste ala-® a unische Gebiet besetzt. Dieses, sowie der nördliche Theil des ehemaligeniets der Burgundionen kam vielmehr in der ersten Hälfte des 5. Jahr-imderts in den Besitz der Franken, wie Troya I, 3. 1006 f. richtig urtheilt.^ach Crousaz S. 5 hätten die Burgundionen schon das Vordringen derawannen an den Oberrhein benutzt, um an die Grenzen Galliens, gegen-er dem heutigen Kheinbayern, vorzurücken.

®) Wie D’Anville S. 91 und Troya I. 3. 988 meinen.

7 ) Spruner AA. Blatt 10 (Das röm. Eeich nach der Thoilung) deutetv eniggtens ein Drängen an, das von Seite der Burgundionen auf die