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Erster Band.
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Die Eingangsworte bei Marius: His cons. (nemlich Joanne etVarana oder richtiger Varane, d. h. 456) 1 deiectus est Avitusimperator cet. beziehen sich auf Folgendes zurück, was beiihm z. J. 455 vorhergeht: Consule suprascripto (nemlichValentiniano Aug. VIII bei Prosper Aquit., d. h. 455) levatusest Avitus imperator in Gallias: et ingressus est Theodoricusrex Gothorum Arelato cum fratribus suis in pace. BeideAngaben zusammen deuten die damalige Lage des Westreiches,insbesondere Galliens, dürftig an.

Aetius, der Barbaren Schreck und des Reiches Hort,war am 21. September 454 im Kaiserpalaste in Rom durchdie Hand des weibischen und unsinnigen Valentinians lU,dieser am 16. März 455 auf dem Marsfelde bei Rom durchBefreundete des Aetius gemeuchelt worden 2 * * * * * . Folgenden

1) Sirmond zu Sidonius Carm. YII (Titel) Not. S. 211 f., Pagi a ’456, I, und Sievers S. 417. Sirmond befolgt noch die Miss SchreibungVarare; eine andere, Varone, hat Anonymus Cusp. bei Mommsen S. 6®®’richtig Varane der Continuator Prosperi S. 26 und danach Hille S.Yarancs. In Mommsens Chronik des Cassiodorus S. 654 lautet der Nam eim Nominativ Yaran.

2) Ueber Aetius’ Ermordung Sidonius Carm. V. 305 f. YII. 359 unizum Jahre 454 die Chronisten Prosper Aquitanus, Tiro Prosper, Idati u6 >Marcellinus, Cassiodorus, Victor Tunnunensis und Continuator Prosperi MbS. 6 (dieser allein: XI. k. Oct. = 21. Sept., danach Hille S. 16); zude»Procopius I!V. I, 4, Evagrius HE. II, 7, Gregorius Tur. HFr. II, 8(nach Renatus Profuturus Frigeridus ?), Joann. Antiochenus bei Müll®*Fragm. Hist, graec. lY. 614 fragm. 201 (nach Priscus, Müller S. 538)’

der griechische Chronograph Bern. HS. 596 (s. unt.) und P. DiaconU sHist. misc. XV. 98. a. E. (s. unt.). Aus ihren Berichten ergibt sich, d» 6S

der Consular und Patricius Petronius Maximus (um Valentinian III auS

Bache wegen der durch ihn geschändeten Hausehre zu verderben,Proeop) Aetius durch den Eunuchen Heraclius am Hofe in dem Grad everdächtigen liess, dass der Kaiser mit seinen Vertrauten den Mord de®

ohnehin gefürchteten Helden, welcher für einen seiner Söhne die verheisseneEhe mit einer Tochter des Kaisers ungestüm begehrte, beschloss und au®führte. Dass Maximus der Urheber dieses Mordes, wie auch der na®! 1folgenden Ermordung des Kaisers, gewesen, sagen Marcellinus a. 455Jordanis BS. S. 239. a. D., Procopius, Evagrius und Jo. Antiochennsaa. 00. ausdrücklich und gibt Idatius a. 455 zu verstehen, wogeg eJ1

Neuere, wie Hansen II. 55 N. 225 und "Wurm S. 100 N. 1, die Sache

bezweifeln wollen und Binding I. 47 dieselbe übergeht. Yergl. Valesi aS