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der vollständigen Eroberung der Aquitania I blieb längereZeit die Hauptstadt der Arverner, deren Gebiet den nordöst-lichen, zwischen der Lugdunensis I und der Viennensis ein-springenden Winkel der Aquitania I bildete 1 . Befehligt vondem Magister militum Ecdicius, dem Sohne des unglücklichenKaisers Avitus und Schwager des Sidonius, vertheidigtendie Arverner ihre Hauptstadt heldenmüthig und wie begeistertdurch den Anblick der nahen Gergovia, dieses Kampfplatzesaltgallischer Tapferkeit 2 . Dennoch hätten sie der Hebermachtder Feinde unterliegen müssen, wären nicht die bundestreuenKurgundionen unter ihrem Könige Chilperich I (s. unten) alsEbenbürtige Gegner der Westgothen auf den Kampfplatz ge-treten 3 . So aber geschah die Unterwerfung der Arverner11 u r infolge der Abtretung ihrer Landschaft von Seite dessc hwachen Kaisers Uepos, der, im J. 474 auf den Thron er-hoben und durch den Bischof Epiphanius von Pavia in Erie-densuntorhandlungen mit Eurich getreten, mit dem zu Anfang
( ‘ or unbegründeten Vermuthungen, aus welchen Bindings geschichtlicheErstellung in vielen Theilen zusammengewoben ist; vgl. Kaufmann inGott. gel. Anz. 1869 S. 175 f.
1) Diese Stadt, heutzutage Clermont (Binding I. 72. 80 u. oft. schreibtc °nsequent falsch Cldrmont), hiess ehedem Augustonemetum, damals Arverni°der urbs Arverna (das blosse Arverna bei Giesebrecht Einl. zu Greg,^"ur. I S. XIV ist falsch) und lag unweit der alten Gergovia; s. Scaliger
75 - 101. 111 , Sirmond zu Sidonius Ep. III, 1 Not. S. 62, Valesius
S. 45 f. f Walckenaer I. 340, Ukert II, 2 . 396 und die französischenAusleger zu Gregor. Tur. HFr. IV, 5 T. II. 525.
2 ) Heber Ecdicius und seine Heldenthaten Sidonius Ep. II, 1 . III, 3,J °rdauis Ii,G. c. 45 und Gregor. Tur. HFr. II, 24; vgl. Sirmond zu Sidoniusaa - 00. Not. S. 41. 64, Pallmann II. 284 und Wietersheim IV. 448.
3 ) Pctigny II. 275 spricht irrig von einer Besetzung der Auvergneunter dem Vorwände ihrer Vertheidigung gegen die Westgothen; nachEndems. II. 278 wurden die Auvergne und Berry (?) durch die Burgun-
l °uen, vornehmlich aber durch die Hingebung des Adels der Auvergne''urtlieidigt; weiterhin, II. 290, wird auf einmal behauptet, Eurich habele Auvergne erst nach dem Abzüge der Burgundionen, im Sommer 474,
Krieg heimgesucht, und in Not. 1 heisst es gar, die Burgundionenätten an der Vertheidigung der Auvergne keinen Antheil gehabt (PötignyEtzt sieh hi e fo e j alI f eine übertreibende Grosssprecherei des SidoniusP- VII, 7 ). [j 294 N. 1 wird endlich die Belagerung von Clermont aufe u Herbst 474 beschränkt.
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