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anderen 1 ; unter den arianischen Priestern und Diaconen ver-focht Bonifacius die Sache des Arianismus 2 . Die Verhand-lungen fanden im Königspalaste (regia) und in Gegenwartdes Königs, sowie seiner Käthe statt; zugegen waren auchAredius, der catholische, aber den Arianern geneigte Vertrautedes Königs (I. 153) und die hervorragenden StaatsdienerPlacidus und Lucanus (I. 153 f.). Schon vor Beginn der Ver-handlungen widerstund der König den orthodoxen Bischöfen,die ihn, um die Gestattung des Gesprächs zu erlangen, aufseiner Villa. Sarbiniacum 3 besuchten, mit der Einrede: „IstEuer Glaube der wahre, warum hindern Eure Bischöfe nichtden Prankenkönig, der mir den Krieg erklärt und sich mitmeinen Eeinden verbündet hat, mich zu verderben 4 ? DennGlaube ist nicht da, wo Gier nach fremden Besitzthume undDurst nach dem Blute der Völker waltet. Er beweise denGlauben durch seine Werke.“ Jene entgegneten: „Wir wissennicht, in welcher Absicht und aus welchem Grunde der Eranken-könig so handelt, wie Ihr sagt 5 ; aber wir wissen aus derheiligen Schrift, dass das Verlassen des göttlichen Gesetzesoft die Zerstörung der Königreiche zur Eolge hat. Kehret
1) Gelpke I. 385 spricht irrig von catholisch - fränkischen Bischöfenals Theilnehraern an der Disputation.
2) Derichsweiler S. 109 spricht von deutsch - arianischen Pfaffen, diee s der römischen Geistlichkeit in dogmatischer Zänkerei zuvorgethanhätten. Binding I. 126 vermuthet in Bonifacius einen arianischen Me-tropoliten.
3) Eher Sabiniacum; s. unten Stadtgebiet von Lyon.
4) Der Bericht sagt: qui mihi bellum indixit et se cum inimicis meissociavit, ut me destruerent. Bluhme WBRR. S. 62 N. 54 hält die inimicihir Jie Gothen; falsch, wenn die Westgothen gemeint sind. Nach BornhakS. 222 wäre mit den inimici die catholisch - fränkische Partei im Landebezeichnet. Binding I. 149 u. N. 513 bezieht mit Junghans S. 73 dieStelle auf Godegisel und die eatholisch-fränkische Partei, im Widerspruche^it dem Folgenden, wo von Chlodwig nur gesagt wird: sollicitare f rat rem°ontra se. Dubos IY, 11 T. III. 232 f. bezieht erstere Stelle richtig aufdas von Procop BG. I, 12 erwähnte Offensivbündniss Chlodwigs mit Theo-üerich gegen Gundobad. Das Nähere hierüber unten 3. Cap. (Arles undMarseiile).
5) Mit Rücksicht auf Avitus’ Brief an Chlodwig (I. 166) urtheilt,Bünau 1. 609 a. richtig, dieses Vorgehen sei unwahrscheinlich,