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Zweiter Band.
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Es ist ein mehrfacher Irrthnm, namentlich eine Ver-wechslung von Autun mit Langres, wenn ein altfranzösischerChronist den letzten Burgundionenkönig, Godomar, nach derSchlacht bei Veseronce (524) von den Franken bei der Be-lagerung von Langres ergriffen und getödtet werden lässtund damit die Unterjochung Burgundiens verbindet 1 .

Stadtgebiet und Diöcese von Langres.

Dijon.

■Name, Ursprung und Bedeutung der Stadt; Aufenthalt der.Bischöfe von Langres.

Zum Gebiete der Lingonen gehörte das desswegen inder HSTotitia provinciarum et civitatum Galliae in der Lugdu-nensis I nicht besonders angeführte castrum Divionense,<' welches zwischen der civitas Lingonum (Langres, Stadt, imengem Sinne von civitas) und dem castrum Cabillonense(Chälon) lag und auch Divio oder Dibio, später Divione hiess;es ist das heutige Dijon, Dep. Cote-d’Or 2 3 . Vach der Sagehätte Kaiser Aurelianus dieses Castrum erbaut 8 ; es wurdeaber von ihm wol nur restauriert 4 . Gregor von Tours 5 * beschreibtdie feste Stadt mit ihren schönen Umgebungen: sie hatte drei

1) Die betreffende Stelle unten Cap. 3 bei Vöseronce.

2) Scaliger S. 83, Valesius NG. 172, Walckenaer I. 417 f. und UkertII, 2. 505. Divione, für Divio, bei Gregor. Tur. HFr. II, 32 und inGesta Fr. e. 16 erklärt sieh aus unserer Bemerkung oben S. 10; danach dieBemerkung Bindings I. 155 N. 529 über Greg. Tur. a. 0. zu streichen.

3) Greg. Tur. HFr. III, 19.

4) Passio S. Benigni e. 1 (nach Bern. HS. 133): In tempore illo adcastrum cui nomen est diuio. ubi tune temporis nouos construxerat muros.ad uidendum eos aurelianus aduenit (Bern. HS. 48: Eodem. tempore aure-lianus ad castrum cui nomen est diuion nouos construxerat muros); vgl.N. Chesneau Descript. de Dijon vorne an St. Julien, Valesius Kfr. VI. 273und NG. S. 172 f. Was ältere französische Scribenten von Erbauung derStadt durch Aurelianus oder gar von Abstammung der Burgundionen ausDijonfabeln (I. 20 N. 3), kehrt beiDuChesne AFr. II. 229ff. 232 ff. wieder. GallischerUrsprung von Divio, den Chesneau a. 0. annimmt, ist nicht unwahrscheinlich.Die Schrift von Belloguet Origines dijonnaises ddgagöes des fahles quiles ont enveloppöes jusqu’ä ce jour, ist dem Verf. nur dem Titel nachbekannt.

5) HFr. III, 19 — Aimoin GFr. II, 24; vgl. Gibbon c. 38 und n. 40

und Binding I. 159.

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