Band 
Zweiter Band.
Seite
102
JPEG-Download
 

102

lairam znsammengesehrieben, welcher letztere Ort nordwestlichvon Lugdunum, zwischen Rhone und Loire lag, wo jetztArbresle 1 . Hätte Dibio anch Diviodnnnm geheissen (wieReicbard angibt), so könnte Dibialimon ans Diviodnnnm ver-dorben scheinen; jener Marne kommt aber nirgends vor.Bidana ist ebenfalls verdorben; denn Beda, auf der Tabulajenseits Augusta Trevirorum verzeichnet und heutzutageBitburg benannt 2 , kann unmöglich gemeint sein, da dieserOrt in der Belgica I lag, wo die Burgundionen niemals ge-hauset haben. Es liegt am Nächsten, Yidubia oder Eilenazu schreiben, welche Orte beide in der Tabula auf der Route„Lugdune — Agripina“ zwischen Oabillione (Chälon) undAndemantunno (Langres) verzeichnet sind; ersterer wird aufYosne, letzterer, den Einige Tilena schreiben, auf Til-Chätelbezogen 3 . Bei der geographischen Regellosigkeit obiger An-gaben des Anonymus könnte man sogar das westlich vonLugdunum gelegene Roidomna oder Rodunna (Rouanne) ver-muthen, welches in der Tabula auf den Rontcn „Lugdune —Burdigala (Bordeaux)“ und „Lugdune Coriallo (Cherbourg)“verzeichnet ist 4 . Matiseum ist unzweifelhaft Matiseone(Mäoon), im Itinerarium auf der Route „Lugduno — Dnro-cortoro in der Tabula als M . . scone auf der Route„Lugdune Agripina“, Mitte Weges zwischen Lugdunum undCavilunnum (Cabillio) 5 . Mit Lucdonon Scatianorum, wieBinder und Parthey statt Lucdonon Secusianorum nach Hand-schriften schreiben, ist Lugdunum Segusianorum oder Seeu-sianorum (Lyon) gemeint. So hiess nemlich Lyon als Haupt-stadt der gallischen Völkerschaft der Segusiani 6 und zur

1) Ukert II, 2. 466.

2) Ukert II, 2. 517.

3) Lapie S. 226 und Ukert II, 2. 467. 504.

4) Lapie S. 233. 235 , Ukert II, 2. 466 und Söcking II. 1143 f.

5) Itiner. Anton. S. 359 Wess. = 171 Pind. und Parth., Lapie S. 107und Ukert II, 2. 466. Das BedenkenI von Pinder und Parthey-. „Nimisdistat Matiseone Ant. et Tab.“ ist grundlos, zumal wenn man das voran-gehende Bidana nicht bei Trier sucht, wie es von ihnen geschieht.

6) Secusiani Plin. HN. IV, 32; vgl. Vales. NG. S. 510 f. Neuestefranzösische Gelehrte, wie Boissieu S. 117-123, Smith Les Insubres deshords de la Saöne, Lyon 1852, S. 18. 21 N. 2, Monfaleon I. 21 f., Bernard