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auch Arclatum und Arelas, Arles, Dop. Bouehcs-du-PJicme,im 4. Jahrhundert nächst Trier die bedeutendste, besondersdurch Handel blühende Stadt Galliens 1 , dann, seit 402, infolgeeiner durch Verordnung vom J. 418 erneuerten Anordnungdes Kaisers Honorius statt Trier Sitz der Präfectur Galliensund Metropole der sogenannten sieben Provinzen Galliens 2 ;civitas Massiliensium, Massilia, Marseille, Dep.Bouches-du-Rhone 3 .
S ap a u clia.
Von obigen Städten lag Genf, nemlieh die erhöhte Alt-stadt, am linkGn Khoneufer, also in der Sapaudia (I. 38ß) 4 .Zu ebenderselben gehörte Grenoble, das in der Uotitia digni-tatum, nach der richtigen Schreibung (Cularone statt Calaronae)
1) Siehe die Schilderung in der Orbis descriptio in dass. auct. eVat. codd. editi cur. A. Maio III. 405 (vgl. Expositio totius mundi et gentiumcd. Gothofr., Genevac 1628, S. 37). In der betreffenden Stelle, die aucÄbei Schelstrate II. 629 und Car. a S. Paulo S. 131 f. steht, ist His adiaeetgens multa Gothorum ein Zusatz aus späterer Zeit, als die Westgothenin der benachbarten Aquitania II angesiedelt waren. Troya I, 3. 1040.
I, 4. 471 missdeutet jene AVorte auf die Juthungen als Galliens Nachbarenin Bätien und als vermeintliche Gothen; nach Uphagen S. 33 wärenmit den Gothen sänmitliche Völker Germaniens gemeint.
2) Scaliger S. 82, Yalesius NG. S. 38 ff., Pagi a. 400, XII ff., Ukert
II, 2. 433 f., Petigny II. 344 und Bücking II. 162. 491; speciell über dieVerordnung des Honorius vom J. 418 s. Sirmond zu Sidonius Not. S. 245 ff.,Savigny I. 59 II S. XIII und Pardessus I, 2 S. 3 ff.
3) Valesius NG. S. 318 ff. und Bücking II. 1016.
4) Betreffs der Namensableitung von Sapaudia bietet die Schrift Deorbe et eius diuisione cet., Bern. HS. 260 Saec. XIV, c. 135 fol. 129 vs.das Wunderliche: Sabaudia dicitur secundum antiquos quasi salua etaudax via eo quod ab antiquis temporibus illa via bonitate principuin et(1. ex) Gallicanis partibus ad ytaliam per illius patriae [s. v. a. terrae]deserta et montes fuit semper rata. Nam semper ibi fuit summa iusticia.et ideo prout clamat fama publica semper ibi transeuntes in strata communisecuri ab omni spolio et rapina; ähnlich Liure des proprietes, Bern. HS. 431,von Sauoye oder sauoie als sauue voye, wie denn die Ableitung von salvavia nicht den lateinischen Namen Sabaudia, sondern den französischen Savoyeberücksichtigt. Der Berufung auf die Alten scheint eine dunkle Kundevon der Sicherheit des heracleischen Weges über die Alpen (Pseudo-Aristot.Mirab. ause. c. 86, wo Beckmann S. 176 irrig an eine Stadt Heracleadenkt) zu Grunde zu liegen.