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Zweiter Band.
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mehrere der Schlüsse sind von besonderem culturhistorischemInteresse und als solche ihres Orts von uns hervorgehoben * 1 .

Veseronco.

Dortige Schlacht im J. 524; Veranlassung, Hergang undFolgen derselben.

Ebenfalls im Stadtgebiete von Vienne (zwischen Vienneund Belley, in weiter, sumpfiger Eläche am linken Rhoneufer,da wo jetzt Veseronce 2 ) lag der Ort Vesaroncia, wo im J. 524die burgundionischen Waffen den fränkischen unterlagen,zugleich aber von den zwei angreifenden Erankenkönigen,Chlodomer von Orleans und Theoderich von Metz, erstererumkam 3 . Die Entlegenheit des Kampfplatzes erklärt sich

a. 0. IV. 73-86, Schmitt 1. 148-154, Gelpke I. 332 f. 334 ff. 392 f. 400.404 und Binding I 229 ff, z. Tbl. auch bei Wurstemberger I. 250, deraber verkennt, dass mit den Ketzern eben die Arianer gemeint sind.

1) I. 141 f. 143. 168. 185. 187. 199.

2) Joanne S. 2177: Vözeronce, Isere, o. de 1273 h. au milieu deprairies eoupöes en tout sens par des canaux de dessechement, cant. deMorestei, arr. de la Tour-du-Pin, 36 kil. de Grenoble.

3) Die Oertlicbkeit der Scblacbt wird bezeichnet: Viseronciä, Mariusa. 524; apud Visorontiam (Varr. Virontiam, Visoronitom, ersteres nochbei Ituinart S. 110 aus cod. Corb. und Bell.), loeum urbis Viennensis,Greg. Tur. HFr. III, 6, woselbst urbs das Stadtgebiet, sonst civitas oderpagus (Dubos IV, 1 T. III. 27 und Jacobs S. 24); Veseronciä (Varr.Veserontiae, Vesontiae), Fredegar HFr. epit. c. 36. 37 ohne Weiteres; inpago Viennense, in loco Visoronciä (Var. Visroncia), Gest. Fr. c. 21; inprovincia Viennensi, in loco qui dicitur Veseroncia, Ado von Viennea. 492-519, wo provincia falsch für pagus. Inschriften aus der erstenHälfte des siebenten Jahrhunderts, bei Le Blant II. 4 und 12, schreibenden Ortsnamen ebenfalls Veseroncia; dagegen lautet derselbe Vesaronciain der zur Anse bei Lyon entdeckten und verstümmelten, aber dem 6. Jahr-hundert angehörenden Grabschrift eines Burgundionen, Namens Villigisclus(S. 66). Siehe Le Blant II. 546 f. und Binding I. 258 N. 890. Letztererergänzt die Inschrift in der Weise, dass dieselbe besagt, Villigisclus seiin der Schlacht bei Vdseronce umgekommen, und diese sei am 21. Juni524 geschlagen worden. Weniger wahrscheinlich ergänzt Le Blant II. 547das fragliche fragmentarische NA, worin Binding pugna findet, mit natus.Labbe bezog den Namen des Schlachtorts Viseronciä auf Voiron imDauphinü, ein Irrthum, welcher noch bei Duvernoy zu Gollut col. 1774wiederkehrt. Siehe dagegen Valesius NG. S. 605. 615, Ruinart zu Greg.