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Erwähnung der Brandobrigi nicht eine locale, sondern eineallgemein historische Bedeutung zugeschrieben und daher dieseVölkerschaft ausserhalb dortiger Gegend, im Gebiete derehemaligen Brannovices gesucht * 1 . Es ist jedoch, abgesehenvon dem willkürlichen Zusammenbringen der Brandobrigi mitden Brannovices, durchaus nicht wahrscheinlich, dass eineGrabschrift, zumal in einem entlegenem Theile Burgundiens,ein anderes als ein locales Ereigniss, welches die dortige
ebendas. 1855 Taf. V, 1; Lesung und Ergänzung der Inschrift, von Shar-mann ebendas. 1855 S. 49 (ungenügend), Roth ebendas. 1856 S. 5 f-tLe Blant II. 578 (z. Thl. fehlerhaft), Binding I. 262 N. 908 und L. BevonInscriptions antiq. de la Haute-Savoie, Annecy 1870, S. 46. In Onovaccus,wofür Le Blant a. 0. Ebrovaceus, Bevon a. 0. Brovaccus liest, findetBoth a. 0. 1856 S. 5 einen gallischen Personennamen; WackernagelS. 345 f. 357. 395 sucht ihn als einen burgundionischen zu vindicieren-Sharmann a. 0. liest Brandobrici für Brandobrigi (daher schreibt Ginginsa. 0. 1855 S. 49 Brandobrices); ebenso Le Blant II. 578 und Bevon a. 0.Die Inschrift schreibt das G in GVDOMARO allerdings mit Q, nichtmit G wie in BBANDOBBIGI; aber dieses G ist doch noch deutlicherals G erkennbar, als das C im BECE(BEGE) der Inschrift. Both a. 0.1856 S. 6 schreibt daher richtig Brandobrigi (nach ihm auch Gingins a. 0-1856 S. 37 f.) und stellt dies als einen gallischen Volksnamen mit All®'briges (griechisch für Allobroges), Latobrigi (bei Cäsar) u. dgl. zusammen.Andere Verschiedenheiten der Lesung betreffen Unwesentliches. Das DNAfOder Inschrift ist verschrieben für DMNO, d. h. Domno; vgl. I. 84 N. 2. Di eSchreibung Gudomaro statt Godomaro erklärt sich aus der Verwechslungvon 0 mit V, wie in Mavvurtius statt Mavortius; umgekehrt ist in tunioloV mit 0 verwechselt. Es ist daher der Schreibung Gudomarus kein Werthbeizulegen; vgl. I. 301 N. 3.
1) Gingins a. 0. 1855 S. 49 f., der mit Courtcpee die von Cäsar BG-VII, 75 erwähnten Brannovices in dasBrionnais setzt, wo Semur-en-Brionnais,Arr. Charolles (Saone-et-Loire). Nach Anderen freilich wohnten dieselbenim Briennois, wo Brienne, Arr. Bar - sur-Aube (Aube); vgl. Valesius NG.S. 4 col. 2 und Ukert II, 2. 328. Binding I. 264 verwechselt dosBriennais mit dem Briennois. Noch Anderen sind die Brannovices, vonCäsar a. 0. als Aulerci Brannovices und als Clienten der Aeduer näher be-zeichnet, die östlichen, an letztere angrenzenden Nachbarn der AulerciCenomanni in der Gegend von Le Mans; vgl. Theil Dict. de biogr-mythol. et gdogr., Par. 1865, v. Aulerci. Man hat die Brannovices sogarin die Gegend von Brianfon oder von Lanslebourg in der Mauriennesetzen wollen; vgl. Du Chesne AFr. II. 161, Guichenon I. 4 und Dell»Chiesa I. 26.