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Zweiter Band.
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Die Folgeereignisse rechtfertigten diese Aeussorungen derVorsicht vollständig * 1 .

Weiteres über Stadt und Stadtgebiet.

Dass der Ostgothenkönig Theoderich, als BundesgenosseChlodwigs im fränkisch - burgundionischen Kriege des Jahres500, mit Arles und Marseille auch Avignon in Besitz ge-nommen; dass er hernach diese Städte den Westgothenabgetreten, endlich aber dieselben bei seiner Dazwischenkunftim Kriege, welchen die mit den Franken verbündeten Bur-gundionen in den Jahren 507 -510 wider die Westgothenführten, zum ostgothischen Beiche geschlagen hat, ist nebstden gleichzeitigen Begebenheiten, welche Avignon in’s Besonderebetreffen, im Folgenden bei Arles und Marseille nachgewiesen.

Die Diöcese Avignon hing vom Metropolitanbischofe vonArles ab (I. 476).

Die angebliche Theilnahme des Bischofs von Avignonam epaonensischen Concile (517) ist nach Obigem unzulässig 2 .Eucherius, Bischof von Avignon (Avennica), nahm 524-529an ostgothischen Concilen Theil, im J. 524 am 4. (5.) arela-tensischen, im J. 527 an dem zu Carpentras, im J. 529 am2. zu Orange und zu Vaison 3 .

Wenig wahrscheinlich ist es, dass Avignon, wie mitanderen von den Ostgothen erst im J. 523 besetzten Städtender Kordprovence geschehen, gegen das Ende der Selbst-ständigkeit Burgundiens wieder herausgegeben worden ist 4 .

Das Stadtgebiet von Avignon, in römischer Zeit diecivitas Avennicorum, ist im Mittelalter (von burgun-dionischer Zeit her) der pagus Avenionensis, späterdas Avignonnais mit Avignon als Hauptstadt 5 .

u. A. erwähnten Vertrauten Chlodwigs (S. 96 N. l), gerichtet glaubt. SirmondNot. S. 31 denkt an einen von Gregor von Tours erwähnten, übrigensunbekannten Aurelianus patricius in Marseille.

1) Ueber diese Ereignisse oben S. 125.

2) S. unten die Vertretung der Viennensis am epaonensischen Concile.

3) Sirmond CAG. I. 209. 213. 221. 227.

4) Ueber jene Herausgabe s. weiterhin im Teste.

5) Guerard im AH. 1837 S. 69.

Jahn, Geschichte 4. Burgnudionen. 11. 14