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Zweiter Band.
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dem misslungenen Zuge des Kronprätendenten Herzogs Ernst IIvon Schwaben in die Westschweiz, liess der Kaiser sich undseinem Sohne Heinrich durch Rudolf III auf einer zu Mut-ten z bei Basel gehaltenen Zusammenkunft den Anfall desKönigreiches versichern. Kurz vor seinem Tode sorgte Ru-dolf III dafür, dass die königlichen Insignien an Kaiser Con-rad, oder, nach anderm Bericht, an dessen Sohn Heinrichüberbracht wurden; er starb am 6. Sept. 1032. Sein NeffeOdo, Graf von Champagne, suchte jetzt seinerseitige Erb-ansprüche auf Burgundien mit Waffengewalt geltend zumachen, bemächtigte sich eines Reichstheils und besetzte unterAnderm die Eesten Neuenburg und Murten in der West-schweiz. Conrad zog im J. 1033 dorthin zu Felde, liess sicham 2. Febr. zu Payerne zum Könige krönen, brach die Bela-gerung von Murten wegen strenger Kälte ab, trug aber nochim gleichen Jahre die Fehde in Odos eigenes Gebiet überund demiithigte ihn für einstweilen. Im J. 1034 zog der Kaiserabermals in die Westschweiz, drang, unterstützt von italie-nischen Schaaren, bis an die Rhone und nach Genf vor, wo-selbst Graf Gerold und der Erzbischof von Lyon, Odos An-hänger, unterworfen wurden, und liess sich in der erobertenStadt nochmals zum Könige krönen; dann nahm er die nochfür Odo vertheidigte Feste Murten und kehrte nach Pacifi-cierung des Landes mit zahlreichen Geiseln nach Hausezurück. (In die nächste Folgezeit, und zwar in das Jahr1036 oder 1037, oder noch etwas später, setzen Einige dievon Bischöfen bewirkte Einführung des sogen. Gottesfriedensin Burgundien, den Andere in das Jahr 1033 oder in dieletzte Zeit des Königs Rudolf III hinaufrücken, wobei ver-sucht wird, diese Veranstaltung mit den Reichserbfolge-Fehden in Zusammenhang zu bringen.) Bei erneuerter Fehdewider den Kaiser kam Odo im J. 1037 vor Bar in Lothrin-gen um. Im J. 1038 hielt sodann Conrad zu Solothurn einenReichstag mit den Grossen Burgundiens, auf welchem er derlängst eingerissenen Recht- und Gesetzlosigkeit abhalf, sei-nem Sohne Heinrich das Königreich übergab und ihm huldi-gen liess. Dieser wurde nach Conrads Tode (1039) KönigHeinrich III; ihm als dem Landesherrn unterwarfen sich im