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welche unabhängig von derselben in den verschiedensten Or-ganismengruppen auftreten. Die Ursachen der ersteren, welchewir auch genealogische Bildungen nennen können, werden inder specifischen Beschaffenheit des Protoplasma der Sippe, anwelche sie gebunden sind, begründet sein, bei den letzteren,welche unabhängig von der Natur der Organismen auftreten,kann dies nicht der Fall sein, ihre Bildungsursachen müssenalso in den gleichen Bedingungen der Aussenwelt, den Ge-setzen der anorganischen Natur liegen, tertium non datur. DieConstitution der Organismen und die Bedingungen der Aussen-welt sind die beiden Faktoren der organischen Formbildung,überwiegt das erstere Moment, so reden wir von Vererbung,tritt das letztere mehr in den Vordergrund, von Anpassung.
Durch die von C li. D a r w i n inaugurirte Epoche biologi-scher Forschung sind besonders die Erscheinungen der Ver-erbung in den Vordergrund des Interesses getreten, da ja dieauf Vererbung beruhenden Charaktere als ein von frühen Vor-fahren überkommenes Erbtlieil uns den Weg zur Auffindungder natürlichen Verwandtschaftsbeziehungen zwischen den ein-zelnen Organismen zeigen. Die auf Vererbung beruhendenCharaktere bilden den konservative» Grundstock eines Orga-nismus, sie zeigen uns den Weg in die genealogische Ver-gangenheit desselben; die Anpassungserscheinungen dagegenrepräsentieren das fortschrittliche Element, sie geben uns Fin-gerzeige über den Weg, den eine Form in Zukunft einschla-gen wird. Vererbung sowohl wie Anpassung sind für dasVerständnis der organischen Formbildung von gleicher Wich-tigkeit und sind auch von Darwin und seinen Jüngern ingleicher Weise gewürdigt worden, es hat jedoch den Anschein,als ob in neuerer Zeit die Vererbung etwas zu einseitig be-tont und die Anpassungserscheinungen mehr vernachlässigtwürden. Viele können nicht schnell genug Stammbäume kon-struieren und Homologieen aufstellen, und berücksichtigen da-