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so Umbiegungen der Nadeln, eigenthiimliche Ausbildung derStaclielenden, die Individualität der einzelnen Spicula ver-deckende Verschmelzung zu einem einheitlichen Skelett etc.Alles sind Umstände, welche die Erkenntnis der Nadeln undihrer Grundform erschweren, die eben angegebene Auffassungdos Sechs- und Vierstrahlers als der beiden primitiven Nadel-typen scheint sich aber doch mehr und mehr zu bestätigen.
Im Anschluss an seine Forschungen über die Natur derKalkscliwammnadeln stellte v. Ebner auch Untersuchungenan Skeletttheilen von E c h i n o d e r m e n an und kam zu demhöchst interessanten und wichtigen Resultate, dass sich die-selben genau so verhielten wie die Kalkschwammspicula. Op-tisch verhielten sie sich im polarisierten Lichte wie einheit-liche Krystalle und zeigten überhaupt alle oben angeführtenEigenthümlichkeiten der Kalkspicula. Es kommt jedoch beiden Echinodermen noch ein Moment von ganz besondererWichtigkeit hinzu. Den Paläontologen war schon lange be-kannt, dass die Skeletttheile fossiler Echinodermen eine mas-sive, grosskrystallinische Struktur besitzen, dass sich jederSkeletttheil, jede Platte und jeder Stachel wie ein einheitlichesKrystallindividuum verhält, und die rhomboedrische Spaltbar-keit des Kalkspathes in sehr ausgeprägter Weise besitzt. Beiden Stacheln fällt die optische Krystallaxe mit der morpholo-gischen Längsaxe zusammen. Die Skeletttheile von recentenEchinodermen zeigen uns bereits dieselben Eigenschaften, wieja durch die Untersuchungen v. Ebner’s von neuem bestä-tigt wurde, nur nicht so deutlich ausgeprägt, was darin seinenGrund hat, dass sie nicht wie die fossilen Skelette grosskry-stallinisch und massiv sind, sondern eine aus feinen Kalkbal-ken bestehende Netzstruktur zeigen. Diese Befunde erklärensich in der Weise, dass die Zwischenräume des Kalkgewebeswährend des Fossilisationsprocesses durch kohlensauren Kalkausgefüllt werden, der sich an die Skelettbalken parallel und