14
Münzen darnach geprägt sind, es in die kleinsten Theilegetheilt ist, und die meisten Vergleichungen mit fremdenMaßen damit angestollt wurden. Die Commission Hessnach einem solchen alten, im Tower aufgefundenen l’fund-stiieko ein neues anfertigen, und dasselbe mit grosser Schärfebis auf Tausendstel eines Granes theilen. Es wiegt genau7000 Grains, wie das von 1588 in der Westrainster-Schatz-kannner, und wird gegenwärtig sammt dem Wägeapparatvon Dird in der Münze sorgfältig aufbewahrt '). Späterwurden die Maße noch mehrmals von der königl. Socie-tüt untersucht und darnach Normalmaße angefertigt.
Eine Ordnung in das Maßwesen zu bringen, hatteschon Karl der Grosse gestrebt a ), allein nach seinem Todewurde mit dem Zerfallen des Reiches die Verwirrung nurnoch grossartiger, und es blieben in Frankreich undDeutschland bis zum Anfänge des 19. Jahrhundertes eineausserordentlich grosse Anzahl verschiedener Maße undMünzen. Von dieser Zeit an waren jedoch viele deutscheRegierungen bemüht, das Maß- und Münzwesen in ihrenStaaten zu ordnen, wodurch die bis dahin sogar in einund demselben Lande bestandene höchst nachtheilige Ver-schiedenheit und Mannigfaltigkeit aufgehoben und einedurchgängige Gleichheit der Maße wenigstens innerhalbeines Staatsgebietes hcrgestellt wurde. Eine sehr grosseMenge der verschiedenartigsten Maße und Münzen sinddadurch aus dem Verkehre verschwunden. Diese Verein-fachung war aber auch Alles, was man bis jezt zu errei-chen für möglich hielt, nämlich Gleichförmigkeit der Mußein mehreren einzelnen Staaten, denn manche haben dieSache noch immer auf sich beruhen lassen.
Boi der Regulirung des Maßwesens in den einzelnen1,ändern verfuhr man entweder so, dass man eines der
') Hutten Dich T. II p. 21.
’) CnpiOdaria regmn Franco nun. Stephanus Bnlnziiis Tntelcn-sis in iinmn ndlegit, eniendavit, edidit, notis illnstravit. 2 Tomi.Parisiis 1G77. Eni. I. 238, 393, 770 mul noch an andern Stellen.