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Shuckburg Evelyn prüfte 1798 mit diesen näm-lichen Pendeln die englischen Maße ') und auch bei spä-teren Prüfungen der TJrmaße, wie namentlich durch Kater,berücksichtigten die Engländer stets die Länge des einfa-chen Sekundenpendels.
Paucton (Metrologie. Paris 1780. p. 6) schlug gleich-falls vor, das Grundmaß aus der Natur zu nehmen, undalle Maße vom Zeitfusse abzuleiten, nämlich von derLänge eines Pendels, welches halbe Sekunden schlägt, dahernur ein Viertel so lang ist, als das vorhergehende, und mitder Grösse des Pusses eines mittelgrossen Menschen über-einstimmt. Für die Einführung der Pendellänge als Grund-maß war in England John Riggs Miller, ein irländischerBaronet am thätigsten und hatte sich dafür im Parlamentekräftigst verwendet 2 ). James Stewart aus Coltnessschlug als Längeneinheit die Länge des Sekundenpendelsin der Breite von London vor, und will, dass seine Viel-fachen und Abtheilungen nach dem Decimalmaße seien 3 ).Georg Skene Keith, ein Geistlicher aus Aberdeenshire,war derselben Ansicht, und verfolgte den Gegenstand durch30 Jahre mit grossem Fleisse und Ausdauer.
Auf die Pendellänge gründete auch ein Ungenanntersein Maß-, Münz- und Gewiehtsistem im „Allgemeinen
Whitehurst. London 1787. 4°. — Versuch durch Zeitmessung
unveränderliche Längen-, Körper- und Gewichtmaße zu erhalten,ohne dabei der zur Bestimmung des Mittelpunktes der Schwingungoder der wahren Länge der Pendel erforderlichen mechanischen Vor-richtungen zu bedürfen, von Johann Whitehurst. Aus demEngl übersetzt und mit einigen Anmerkungen versehen von J. H.Wiedmann. Nürnberg 1790. 4°.
') Philos. Transact. LXXXVIII. p. 133.
Sir John Riggs Miller’s Speeches in the house of Com-mons upon the equalization of the weights and measures of GreatBritain; also a general Standard proposed for the weights and mea-sures of Europe. London 1790.
3 ) Works Vol V. pag. 380, 415. (A plan for introducing auniformity of weights and measures over the world).