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Maßen zweckwidrig. Die Maße sind für Handel und Ge-werbe da, nicht aber umgekehrt; die Bequemlichkeit imRechnen ist nicht das einzige Erforderniss der Maße; leiderwird es aber von Yielen als der oberste Grundsatz aufge-stellt und ihr sogar die Brauchbarkeit der Maße geopfert.
Hat man sich über die einzelnen Maßeinheiten ent-f schieden, so müssen nun wirklich solche Maße, sogenannte
Ur-, Grund-, Normal- oder Mustermaße, angefertigt werden,die als Vorlage zur Herstellung von Copien dienen, durchwelche dann eine weitere und allgemeine Verbreitung derMaße erfolgt. — Soll ein Grundmaß seinem Namen ent-sprechen und als solches in der That dienen können , somuss es die äusserste erreichbare Schärfe besitzen: es darfüber seine Grösse innerhalb der Gränzen der Genauigkeitkein Zweifel herrschen. — Da es aber nicht möglich ist,H zwei Körper darzustellen, die vollkommen mathematisch
j genau einander gleich sind, und die Mittel zur Herstel-
lung der Maße jene Schärfe nicht gestatten, die bei derVergleichung der fertigen zu beobachten möglich ist, soleuchtet ein, dass es nur ein einziges materielles Urmaßfür jede Maßart geben, — und dieses weder von einemfremden Maße, von geodätischen Messungen, physikalischenUntersuchungen oder Berechnungen abhängig sein könne,kurz, dass es selbstständig sein müsse, denn alle dieseDinge liefern schwankende Ergebnisse und vermögen daher^ auch kein seinen Namen verdienendes Urmaß zu geben. —
t Gegenwärtig wird man sich aber wohl schwerlich mehr zu
ganz willkürlich gewählten Urmaßen entsehliessen, obwohlauf diese Weise dieselben am zweckentsprechendsten aus-gemittelt werden könnten, sondern man wird stets einenAnschluss an irgend ein anderes Maß fordern, und in diesemFalle muss man entweder auf vollkommene Richtigkeit desUrmaßgs verzichten, oder aber man muss, nachdem ein Maß-9 stück nach den gestellten Bedingungen in grösster Schärfe
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