Ich werde nun versuchen, dieses in Folgendem klarzu machen. Der grösste Theil der Menschheit lebt in be-schränkten Verkehrsverhältnissen, und sind an seinemAufenthaltsorte die Maße geregelt und beständig, so eigneter sich dieselben bald so vollkommen an, dass seihstmanche Mängel für ihn verschwinden. Ein Pfund einergewissen "Waare ist ihm eine so bekannte Grösse, dass erdarnach seine Bedürfnisse für eine gegebene Zeit genauund äusserst leicht zu bestimmen vermag. Der Schreinerund andere Gewerbsleute haben ihren Zollstab so im Ge-dächtnisse, dass sie jede vorkommende Grösse mit Leich-tigkeit abzuschätzen vermögen, wie auch sein praktischerGebrauch ihnen leicht und bequem ist. Alle diese Men-schen verlangen keine Aenderung im Maßsisteme, ja, siewidersetzen sich sogar einer solchen. Unter den mit Ortenund Ländern, wo verschiedene Maßsisteme bestehen, imVerkehr sich befindenden Personen sind viele, bei denennur einzelne Maßverschiedenheiten in Betracht kommen,und die sich bald in der gegenseitigen Reducirung dieserDinge eine solche Fertigkeit erworben haben, dass sie selbemit Leichtigkeit ausführen, ja, meistens die gegenseitigenWerthe schon ganz inne haben. So verursachte es Buch-händlern nie eine Schwierigkeit, den in Thalern und Gro-schen bekannten Preis der Bücher augenblicklich in öster-reichischem Gelde anzugehen, während sie dagegen bei ganzgleichem Gelde durch das wechselnde Agio wirklich be-lästigt werden und oft rechnen oder in deshalb angefer-tigten Tabellen nachsehen müssen. Der Landmann undWirth in Steiermark verkauft und kauft seinen Wein immernoch nach Startin und weiss ohne grosse Rechnung, wieviel ihm die österreichische Maß kostet. — Der sein Ge-schäft einige Zeit betreibende Waarenversender wird, umösterreichisches Gewicht in Zollpfunden zu verwandeln oderumgekehrt, gewiss nicht viel zu rechnen haben. Die meisten
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