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theilungen ist das eigentliche- Gewicht des Volkes, alleseine Bedürfnisse werden darnach bestimmt, und zwar mei-stens nach Abtheilungen desselben. Das Halbiren ist demVolke so naturgemäß, dass es’ dasselbe stets beibehaltenwird, was für eine Gewichtsgrösse man auch einführt. Dashalbe Pfund, der Vierting und dessen Hälfte sind überallgang und gäbe, und lassen sich nicht aus dem gewöhnlichenLeben hinausschaffen. Eine nothwendige Folge davon wardie so allgemein übliche Theilung des Pfundes in 32 Loth,leider ist diese Zahl aber für die Bechnung etwas unbe-quem, obwohl diese sowohl mit der ganzen Zahl als mitden Eactoren 4 und 8 keine Schwierigkeiten darbietet; dochverlangt man jetzt bei Aufstellung eines Maßsistems ein-fache sich dem decadischen Sisteme mehr anschliessendeZahlen, und da würde die Eintheilung des Pfundes in100 Loth vollkommen entsprechen, das Halbpfund und derVierting würde eine ganze Zahl von Lothen sein, und derHalbvierting :z: 12 l / 2 Loth ist eine sehr leicht begreiflicheGrösse. Hat sich das Volk einmal mit seinem Begriffe ver-traut gemacht, so wird es eben so gut 1, 2, 3 und mehrLothe für seine Bedürfnisse bestimmen, wie es dasselbejetzt mit den gegenwärtigen Lothen thut; sollte wegen ge-wisser Zwecke z. B. als Medizinalgewicht ein Zwischengliednothwendig oder wünschenswerth erscheinen, so liesse sichdas Pfund in 10 Unzen abtheilen. Wünscht man jedocheine andere Zerfällung des Pfundes, nämlich in wenigerLothe, so würde nur die Theilung in 40 oder 50 thunlichsein. Das Loth könnte in 10 Quentchen, dieses in 100 Grangetheilt werden, wodurch allen Anforderungen entsprochenwürde. — Hat man sich über das Gewichtssistem geeinigt,so muss es auch allgemein, ohne Ausnahme, eingeführtwerden, und weder Juwelen- noch Medizinalgewicht dürfeneine Ausnahme bilden. — Man hat besonders bei letzteremBedenken gehabt, wegen möglicher Irrungen; allein die