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Walchweil, Ober- und Unter?, zerstreute Pfarrei am östl. Uferdes Zugersee's. Handel mit Kastanien, gedörrtem Obste, Brannt-wein und jungen Obstbäumen. Wafferfall Grindwäscheten; herrlicheFernstchten am Rebmättli und Lauterbach; Bergschlipf Brecht: kalteHöhlen in der Felsschlucht im Tobel, worin, nach der Dolkssage,kleine Bergmännchen mit ihren Familien gewohnt haben sollen.Waltersweil, Dorf und Bad, nahe an der Straße von Zug nachZürich, nächst der Sihlbrücke.
Wildenburg, Ruine eines 1355 von den Zugern zerstörten Schlosses,auf einem Hügel am Lorzetobel von Baar gelegen.
Zug, gut gebaute Stadt und Hauptort des Kantons, am Fuße desZugerberges gelegen und am nordöstl. Ufer des See'S, mit 3,200 Ew.;ihre Lage gehört zu den angenehmsten der Schweiz, ringsherum blu-menreiche Wiesen, Obst- und Weingärten; schöne Landhäuser. DenSee begränzt gegen S. der merkwürdige Rigi, hinter ihm erhebt sichder düstere Pilatus und aus der Ferne ragen die ehrwürdigen, weißenHäupter der Berner Hochgebirge hervor. Der Ort hat starke Wochen- undJahrmärkte, bedeutende Waarendurchfuhr, Gerbereien, 1 Glockengieße-rei, 2 Buchdruckereien und Seidenspinnereien. Bemerkenswerth sind: diePfarrkirche St. Michaelis, die Kirche St. Oswald und diejenige derKapuziner, alle drei mit werthvollen Gemälden (im Beinhause sindalle Schädel mit den Namen ihrer vormaligen Besitzer bezeichnet);die Stadt- und Kapuziner-Bibliothek; Las neue Armen- und dasZeughaus (letzteres mit merkwürdigen Siegestroxhäen); das Nonnen-kloster, mit weiblicher Erziehungsanstalt; das Gymnasium. 1435 ver-sanken, nach donnerndem Knall, zwei Straßen in den See, wobeidas Archiv verloren ging und nur noch der letzte Kollin, in einerWiege schwimmend, gerettet wurde. Gleiches Schicksal, wie 1435,hatten 1504 einige Häuser Zugs. Schöne Standpunkte: auf denThürmen der St. Oswalds- und Kapuzinerkirche, bei dem Landhausedes ehemaligen Generals von Zurlauben, auf der Plattform desGasthauses zum Hirsch und auf vielen Punkten des Zugerberges. —Wege: auf der großen Straße nach Zürich 5 St., nach Menzingen 2 St.,nach Arth 3 St. (zu Wasser 2 St.), nach Aegeri 2 St., nach Atlwin-den 3 St., Immenses und Küßnacht 5 St.
Der Kanton Zug hat mehrere wackere Staatsmänner und Krieger,Gelehrte und Künstler aufzuzählen, deren hvchgefeiertes Andenken, durchBiographien bewahrt, der denkenden Nachwelt immer heilig bleiben wird.»