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Beschreibung der XXII Schweizer-Kantone : zu dessen in dreizehn Karten (zwölf kleine und eine grössere Karte) erschienenen kleinen Atlas der Schweiz / von C. V. v. Sommerlatt
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398
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Zulier, bequemer und sicherer Bergpaß aus dem Oberhalbsicin in dasEngadin. 2 Säule» aus Granit scheinen ein keltisches Denkmal zusein, übrigens sind auch Spuren vorhanden, daß dieser Paß den Rö-mern nicht unbekannt war. Mehrere Gletscher auf beiden Seitendes Paffes.

Juvalta, Nieder- und Ober-, 2 Burgruinen im Domleschg, un-fern des Rheins, diese auf pyramidalem Felsen, jene auf beinahe un-zugänglicher Höhe.

Kästris, Pfdf., i St. von Jlanz, am Dvrderrhein. Asphallquelle.Kretinen.

Klosters, Mktfl., an der Lanquart. Viele schöne Alpen und seit I8l6eine Zink-Schmelzhütte.

Langwiesen, am Platze, Pfdf., im Schalfik, an der Pleffur; zweigroße Jahrmärkte. Hierher gehört das einsame Sappienerthal.

Lanquart, die, entspringt in den Gletschern des Sardasca- und Far-ninathales, durchstießt verheerend das Thal des Prättigaues bis zumDruserthale, wo sie sich durch die Felsspalte Klus, zur Vereinigungmit dem Rhein, dringt. Sie nimmt mehrere Bäche auf.

Lavin, Pfdf., am Jnn und an der Mündung des Lavinerthales.Schöner Landsitz; auf dem Wege nach Süß Zufluchtsorte gegen dieLauinen des Piz Gonda.

Luzien steig, St., befestigter Engpaß zwischen dem Fläscherberg undder schroffen Guscheralp. Berühmt durch Gefechte 1499 der Eidge-nossen gegen die Oesterreicher, 1799 und 1800 zwischen diesen und denFranzosen; der Paß kann nur durch Umgehen genommen werden.

Lugnetz (Lungnetz. roman. Lumnarza), ein 9 St. langes Seiten-thal des großen Vorderrheinthales, mit mehreren Auszweigungen. Eswird vom Glenner und seinen Nebenbächen, Rhyn oder Rhein ge-nannt, bewässert und bietet die schönsten Ansichten einer romantischenHochgebirgslandschaft dar, deren mehrentheils romanisch redende Be-wohner nicht minder interessant sind. Viehzucht und bei den treff-lichen Alpen gute Alpenwirthschaft; unbedeutender Acker- und nochgeringerer Obstbau. Torf im Thalgrunde, mehrere Mineralquellen;Blei- und Kupfererze, viele Krystalle und eine große Menge Gletscher-(Bitter-) Salz.

Lukmanier (rhät. Lukmajn, Quolm S. Maria), Bergpaß ausdem Medelser- ins Vlegnothal, früher sehr frequenter Uebergang.Das Hospital St. Maria liegt fast auf dem Kulminationspunkte aufder beträchtlichen Alpweide Prausak (magere Matte) unfern des Fel-sens Uomo.

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