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Beschreibung der XXII Schweizer-Kantone : zu dessen in dreizehn Karten (zwölf kleine und eine grössere Karte) erschienenen kleinen Atlas der Schweiz / von C. V. v. Sommerlatt
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Itovio, Pfdf., am westl. Abhangs des I». veneroso nahe von!»en-ärisia, hier und im nahen wird die beste Seide gewonnen.

Geburtsort der Künstler Carloni und Mazzetki.

Soiivico, Pfdf., Hauptort des gleichnamigen Kreises, am Fuße d. N.Lrv, obgleich an 2,000 Fuß üb. M., so gedeiht hier dennoch Ge-treide und Wein. Ruinen des 1407 erbauten und von den Eidge-nossen 1513 zerstörten Schlosses.

8t»I>bio, Mktfl., 1 St. südl. von Uellärlslo nach der lvmbardischenGränze. Soll ein Standort (stsliului») der Reiterei des Jul. Cäsargewesen sein. Gutes Mineralbad, schöne Aussicht in der Nähe.

Obes-iin, Fluß, (s. S. 74).

Verrssc.i-Thal. ungomein enges aber 7 St. langes Thal, lwelcheseinen der locarnischen Kreise und 5 Gemeinden bildet, öffnet sich1>^ St. nördl. von I.oearno und zieht sich der wilden Verr->8eanach, zwischen den Thälern Kivlcr» und Mnggi» gegen Norden.Beträchtlicher Wasserfall der Her»««.-, unter der Brücke bei Kor-Ial».Der schmale Weg durch das Thal ist nur für Menschen und Eselbrauchbar. Die Wohnungen der elre» 2,300 Ew. in diesem Felsen-spalts scheinen wie Schwalbennester an den Bergabhängen zu kleben.Gute Bergweiden, auch gedeihen Kastanien- und Rußbäume, derWeinstock, Türkenkorn und Hanf; viele Bewohner beschäftigt Alpen-wirthschaft, auch Tuch- und Leinenweberei zu eigenem Bedarf, an-dere wandern aus als Kaminfeger und Holzspalter; aber so sehr manihrer Thätigkeit Gerechtigkeit widerfahren läßt, so wenig stehen siewegen ihrer Rachsucht in gutem Ruf.

Kanton tvaa-t.

(§in Freistaat mit repräsentativer Verfassung, seit 1803 in der Eid-genossenschaft.

Lage und Gränzen: zwischen 3» 43' 30" 4« 55' L. und 46"i i'460 56' Br. hat der Kanton seine größte Länge von 16 Stunden vomMont-Noir an der französischen Gränze, bis an die Berner Gränze imWesten von Saanen, und seine größte Breite von der Rhone an der Wal-liser Gränze bis zum Neuenburger-See; er wird begränzt im N. vonFrankreich, dem Nenenburgersee, dem Kanton Neuenburg und Freiburg,