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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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mehr wissen will, als dem Menschen zn wissen verstattet ist, und denDienern des Worts nicht mehr zugemnthet wird, als andern Menschen-kindern (wahrlich weit weniger!), ist der Fall umgekehrt. Wir hattenKandidaten, die im Examen bcsragt: „Halten Sie Christum für denSohn Gottes oder nicht?" mit der gefälligsten Verbeugung erwiderten:„Wie Euer Hvchwnrdcn befehlen." Rancö übersetzte in der Jugendden Anacreon, und später war er Stifter des traurigsten aller Mönchs-ordcn, von la Iraxxs! Es ist aber vernünftiger, Tejischcr Sänger zusein, als trappischcr Fleischeskrcuziger, oder ein lustiger Pater Abra-ham, der die Kopfhänger die Schwäger des Todes nennt, da Melan-cholie die Schwester des Todes sei.

Was bei Thieren der eingezogene Schweif bedeutet, ist bei Trau-rigen die herunterhängende Unterlippe, daher der Volkswitz auch, stattmelancholisch, maulhängcholisch zu sagen pflegt. Der Melancholikerwankt in ewigem Nebel, und kämpft mit dem Schicksal, wie die tra-gischen Personen der Alten, und winselt wie Petrarca und Aoung,denen nichts über die Wonne der Thränen geht — tüs zoz? ok gi-iek.'Im göttlichen Prater Wiens denkt der Melancholiker wie Tcrxcs vonseinem Heer: „Von Allen lebt in hundert Jahren auch nicht Einer,"während der Sanguiniker das schöne Blut mustert und Auswahl trifftfür eine noch schönere Nacht. Ein französischer Marschall d'HuxelleSwar mehr als Äsung, da er auf die Frage, warum er nicht heirathe?erwidern konnte: „Ich fand noch keine Frau, deren Mann, und nochkein Kind, dessen Vater ich sein möchte."

Der Melancholiker ist der finstere Mönchsgeist des Mittclaltcrs,der nichts als Knochenmänner, Hölle und Teufel im Hintergrund er-blickt, und sich mit dem Strumpfband nach einem Nagel umsieht, bisihn wieder Hölle und Teufel auf andere Gedanken bringen; der San-guiniker aber erblickt, gleich dem Griechen, im Tode nur den Bruderdes Schlafes und das Verlöschen der Lcbcnsfackel. Das Manövereines Hündchens, das nach dem Schwänze schnappet, die komischenSprünge eines Affen, Eichhörnchens oder Kätzchens sind hinreichend,sein Zwerchfell zu erschüttern, und er beißt sich auf die Zunge, oderkneipt sich in Arm, um dem Lachen am unschicklichen Orte eine Di-version zu machen. Sanguiniker sind wie die Böget unter dem Him-mel und die Lilien auf dem Felde, sie sorgen und fragen nicht, waswerden wir essen? was trinken? womit uns kleiden? sie sind ganz —evangelisch, und ihre Leibdevise lautet: Virs In bagatellsl*

' Fr-udt de« Grami. — - tL-i lcbc der Schir».