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nehmen, während dem Sceman, der die gesnndeste Luft athmet, Land-luft vorkommt wie Gefängnißlust. Winde wirken noch mächtiger wieSirocco und Mistral, ^ und sicher hat die nur selten veränderlicheWitterung in den Morgenländern ruhigen Charakter zur Folge. Wirdürfen also immer Wettcrgespräche halten bei unserer großen Abhängig-keit vom Wetter; sie sind stets zur Hand, man kann mit dem Unbe-kanntesten davon anfangen, sie gewähren Zeitvertreib, da stets Wetterist und solches sich stets verändert; man kann sie auf die Mondsver-änderungen ausdehnen, auf Steigen und Fallen des Barometers undThermometers. Theophrastus Paracelsns sprach sogar von den Stern-schnuppen, daß sie Exkremente von Astralspeisen wären, kurz, Wetter-gespräche haben schon aus tausend Verlegenheiten gezogen.
Mangel an frischer reiner Verglast verursacht, nächst Jugend-bildern, das Heimweh der Schweizer: sie sind geheilt, wenn man sienach Hause läßt, doch so gut wird es den armen Negern nicht, undgegen dieses Heimweh ist das der Schweizer und Tiroler und selbstder Herren Stillinge wahre Kleinigkeit; jährlich stirbt der fünfte odersechste Neger am Heimweh. Landleute sind stets reinluftiger alsStädter, und Witz, wie Flögel ein Beispiel aus Schlesien anführtvon einem Bauern, der sich seines dürren Mcrzdorf annimmt. „Was,dürres Mcrzdorf? geht einmal hin, wenn's regnet, ob es nicht in allenHäusern naß ist, denn wir haben kein ganzes Dach." Solchen Witzkann man in unsern Dorfschcnken täglich hören, und in der Regel ister zwar nicht so fein wie der der Städter, aber altdeutsch gediegener.Seid mir gegrüßt, Alpen und Pyrenäen, ich vergesse euch nie! Seimir gegrüßt, Rammond, den Berge auch begeisterten, wie hätte ersonst von Vogcsen, Alpen und Pyrenäen so schöne Gemälde nieder-schreiben können — scherzweise nannten ihn Franzosen die gelehrteGemse.
Der Weinbauer ist munterer als der Kornbaucr, wenn gleich desersten Berns härter ist, ihn weit mehr Fehljahre treffen, und zuletztnoch die Wcinaristokraten oder Großhändler; aber der Kornbauergewöhnt sich an Fruchlbranntwein, und dieser macht düstere Menschen.So sind Jäger- und Hirtenvölker, in denen nur die Dichter Arcadiererblicken, wilder und roher als Ackerbauern, denn sie leben zerstreuter,folglich sind ihre Ideen beschränkter. Die Südinsulancr scherzen undspielen, während die Wilden Nordamerika's schlafen oder gedankenlos
r Sirocco, der erschlaffende heiße Wind, der von den Küsten Afrika'- nach Italic»kommt; Mistral, ein Sturm, der au- verschiedenen Richtungen bläst.