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XV.
Die Fortsetzung.
Die Erziehung des großen Haufens — von Natioualerzichuug zusprechen, wäre in Deutschland doch etwas komisch — war und ist zumTheil noch in den Händen von Leuten, von denen man nur wenig er-warten kann, in katholischen Staaten gar noch in Händen der Kutte.Die Schnllehrer sind in der Regel so erbärmlich gestellt, daß man nuraus Noth Schnllehrer wird, wie Soldat und Schauspieler. Die Be-reiter, welche die Pferde zureiten, leben wie Fürsten, und die, welchedie jungen Bürger des Staats erziehen sollen, wie Bettler. Kannman es jenem Schulmeister verargen, wenn er bei Winterseintritt andie Schulstubc schreibt:
Ihr Kinder, vergeht daS Holzgcld nicht,
Denn das ist eure erste Pflicht!
Es scheint, bei Regnlirung der Besoldungen habe man die Aus-dünstungen junger Leute als paro salarii' angesehen, die dem Lehrerein hohes Alter bereiten sollen, woher auch rühren mag, daß dieSchnlstubcn so klein, enge und niedrig sind, damit die heilsamen Aus-dünstungen desto bester beisammen bleiben. Der geringste Hofschan-spielcr würde den Schulmeister in Engels verlorenem Sohne nichtdreimal hinter einander spielen für das Geld, wosür der wirklicheSchnllehrer das ganze Jahr hindurch spielen muß.
Wie lange ist's, daß der Hanptuntcrricht in Luthers Katechismusbestand, wo das Christkindlcin in Lguru" spricht:
Lernt fleißig, liebe Kindcrlcin,
Ich will euer Heiland sein,
Schützen durch die Engclcin,
Daß euch weder Steck noch SteinFälle, noch zcrbrcch ein Bei».
Drum seid fromm und lernet fein,
Herzgclicbte Kindcrlcin!
Neben dem Katechismus liefen Gcsangbuchslicder und die siebenBußpsalmcn, etwas Schreiben und Rechnen (das Beste) und fürGrößere Bibel und Fragbüchlein voll dogmatischen Sauerteigs statt
l Theil der Besoldung. — * Auf dem Bilde.