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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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zwanzig bewegliche Buchstaben änderten die Welt, wie einst das erstebloß schriftliche Alphabet der Phönizier, die dadurch erhaben über Zeitund Zeitgenossen und Gesetzgeber und Religiousstifter wurden. DasGeschenk Gottes, die Presse, verschafft dem auf seinem Stäbchen ein-sam und stille sitzenden Denker wie durch Zanberschlag Millionen Zu-hörer und Schüler in den entferntesten Theilen der Erde, Zuhörerund Schüler, die erst geboren werden, wenn er längst in Staub auf-gelöst ist. Die Presse stürzte den Vicegott an der Tiber und seineObsknrantengardeu, die Mönche; die Presse füllte die gleich lächerlicheKluft zwischen Patriciern und Plebejern und erhob letztere über jene;die Presse erleichterte den Jdecn-Umlauf und das Studium der Natur,des Staates und der Religion; die Presse lehrte die Häupter derVölker erst praktisch: „Der Regent ist um des Volkes willen da, nichtumgekehrt, und Religion eigentlich die Sache jedes Einzelnen, dennsie ist Sache des Herzens." Wir dürfen noch weit mehr von derPresse erwarten, wenn sie aufhört, gepreßt zu sein!

Naturstudinm ist die wahre Offenbarung der Erziehung, wozuwir weder Hohepriester noch Kirchenväter, noch Polemik und orienta-lische Sprachen brauchen; es macht den Verstand gegen Phantasie undVorurthcile unbestechlich, und erst die recht anschauliche Kenntniß desganzen Weltalls und davon, daß unsere Erde kaum eine Erbse istgegen das Ganze, machte die alte, dumme Dogmatik recht lächerlich.Dann kommt der Staat, da wo es erlaubt ist, vernünftig frei zudenken. Die Preßfreiheit, dieses Palladium der Britten, bringt dieKlage des Volkes besser vor den Fürsten, als seine Umgebungen, undverhütet gerade dadurch Revolutionen, indem sie Reformationen zeugt.Schlözcr, der Schrecken aller deutschen Miniatur-Sultane und allerMißbrauche unter jeder Form und Maske, der mich 1799 mit seinemBild und der Ueberschrift:

R»ve aaoaäLin kaeiss, MLNUS Nase Illilnle» t^raollis! *

beehrte, scheiterte an den Stationsgeldern eines hannövcrschen Post-meisters; und nun kam gar der Schrecken vor der Revolution und» Napoleon, der nicht bloß See- und Landsperre, Kolonialwaaren- undTabaksspcrren, sondern selbst Mund-, Feder- und Geistersperre überuns verhängte, während mau zuvor schon über Thorsperrc geklagthatte. — Sie sind zum Theil noch, diese Sperren, daher wollen wir

* Diese Hand, dicS Gesicht war feindlich einst den Tyrannen.

Dcmolrito?. III.

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