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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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Mannsfelder Thaler (zu Ehre« des alten Grafen Hoher geschlagenmit seinem Sprüchwort: G. Hoher nngeboren hak noch keine Schlachtverloren — er war nämlich seiner Mutter aus dem Leibe geschnittenworden) fest, wie gewisse Gebete, je länger, desto kräftiger, und manhatte gar keine Idee von dem schönsten und kürzesten Gebete, das ichrecht oft mit freudigem Herzen bete: O Gott oder noch kürzer bloß OI

Noch heute entscheiden Pnnktirbücher, Blumenblätter, drei- odervierblättriger Klee und Karten über Glück und Unglück. Mit deinnämlichen Ernste wie die Phhsiognomik, ist die Chiromantie nach Haupt-nnd Nebenlinien, nach der Kopf-, Leber-, Lungen-, Magen- und Lebens-linie rc., nach der Venus-, Mars-, Saturn-, Ehren-, Heiraths- undMilchstraßcnlinie behandelt worden. Mit dem größten Ernste weissa-gen noch alte Weiber aus Kaffeesatz und Karten. Grün bedeutetAerger, Roth Liebe, Eichel gute Nahrung, Schellen Briefe, Königeund Obern sind bedeutende, Buben nur gemeine Kerls; Zehn bedeutetWeiber, Nenn Wittwen, Sieben Jungfern und die Sechser nichts,dafür aber die Säue Alles. Was sich im Grunde aus dem Kaffee-satz lesen läßt, ist daS, daß viel Geld snr Kaffee und Zucker aus demLande geht, und er den Frau Schwestern, Basen und Gevatterinnennur Gelegenheit bietet zu Afterreden vom lieben Nächsten und deß-gleichcn.

Nicht leicht wird Dienstags oder Freitags eine Veränderung inder Lebensordnung vorgenommen werden, wohl aber Sonntags, undnicht leicht wird ein Schriftsteller seine Kapitel in ungerader Zahlschließen. Ein schöner Romanname Lotte, Marianne, Emilic, Julie,Sophie rc. wird weit eher zu einem Mädchen hinziehen als Barbara,Ursula, Apollonia, und die Gesandten König Philipps von Frankreichließen die schönere und ältere Tochter König Alphvns IX. sitzen, weilsie Uraca hieß, und holten die jüngere, weniger schöne Blanka. Inden Palästen gehen noch ganz andere Dinge vor, und das wollüstigeRom ließ sich recht gerne täuschen von den Apollonius, Alexander,Plotinns rc., wie unsere Zeiten durch Cagliostro, Mesmer, Schröpfcr re.und die unbekannten Obern. Der Pöbel läuft öffentlich nach demMann, der in einen Maßkrng zu kriechen verspricht, und der Vornehmeläßt heimlich Geister citiren und magnetisircn. Es gab Zeiten, womau Lebende ins Thal Josaphat citirtc, wie der unglückliche Tcmpler-Grokineisier Molah Papst und König, und unsere Zeiten sahen da,wo Friedrich geherrscht und Voltaire gespottet hatte, Seher und Mysti-ker, ein Trompetermädchcn, die für 1 Thlr. zu haben war, zur mäch-