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wirken, als daS allgemeine, weil es der eigenthümlichen Denkart derNation zusagt, wie Aristophanes den Athenern. Dagegen verliert eSaber auch seinen Werth durch die Zeit und bei andern Nationen, wieeben dieser Aristophanes. Dante, Rabelais, Fischart, Hudibras unddie Dnnciadc sind uns, wenigstens ihre Anspielungen, dunkel, undum wie vieles lebten sie uns nicht näher als Griechen und Römer >Die witzigsten polemischen und politischen Flugschriften überleben kaumeine Generation. Bei dem großen Haufen, der nie seine Hcimathverläßt oder nicht mit Ausländern umgeht, erstreckt sich das Lokal-komische selbst auf äußeres Benehmen, Sprache und Kleidung. Sofinden wir die gereimten Trauerspiele der Franzosen lächerlich, dennwir betrachten sie durch die Brille des Nationalvorurthcils wie derBauer, der Nachts nach der Sonnenuhr guckt mit der Laterne, wienach seiner Schwarzwäldcruhr, und gar oft spricht der so gebildeteAnacharsis nicht wie ein junger Scythe, sondern wie der alte Barthä-lcmy von Paris.
In der Kindheit der Kultur ist überall Einförmigkeit: nach Athcnänswar eine alte Gewohnheit unter den Griechen, daß die, welche nichtszu den Kosten eines Mahls beitrugen (aachasto).<n), durch Spässe dieAndern unterhalten mußten (^Xioioncao!), aber bei einfachen Völkernlassen Arbeit und Bedürfnisse den Jdccnlnxus, Witz und Laune nichtgedeihen. Der Mensch gleicht dem Marmorblock, den in seiner GrubeErde, Wurzeln und Kräuter umhüllen, nur die Hand der Kunst zau-bert aus ihm eine Venus oder einen Apollo. So lange man noch inWäldern wohnte, mag ein Spaziergang in solche keine besonderenReize gehabt haben, und so sieht noch heute der Bauer so gleichgültigin die aufgehende Sonne als sein Ochs, und der Mond ist ihm we-niger als seine Schlafstelle, während Dichter und Städter dabeischwärmen. — So hält sich Spott und Satire in rohen Zeiten anLcibesgcbrechen, Armuth, Ausländern, Unterliegen rc., und es gehtso roh zu, wie im alten Testamente und bei Vater Homer, so roh,wie noch heute in der Berberei und Amerika. Ich glaube, die Grob-heit unserer alten Philologen und Gelehrten rührt von den klassischenStudien, und sie hielten solche für klassisch; jetzt sind wir wieder weiter,und daher höflicher, ja die Mehrzahl spricht:
Was soll ich mir dcn Kopf zerbrechen,
Za wisse», was die Alten sprechen?
Ich bin so gnt als sie gewesen,
Sie haben mich auch nicht gelesen!