Band 
[Dritter Band. - Vierter Band.]
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I.

Der Geist des theologischen Zeitalters

hat leider weit, weit länger gespukt, als vernünftig war, und seinekomischen Seiten entschädigen nur wenig für die Langeweile und selbstden Aerger, die das Studium derselben mit sich führt. Theologenwaren die hitzigsten Kampfhähne, denn sie kämpften über lauter Dinge,die man nicht verstand und oft auch nicht verstehen wollte, und sodauerte der Streit über die Gnade von Pelagius bis Janscnius fortohne Gnade und Holland gericth darüber in Noth, ' über Arminiusund Gomarus, Remonstranten und Contreremonstranten, über dieman nur hätte lachen sollen wie über Thomas von Uquino, der 17plumpe Folianten schmierte und dennoch vootor subtil!» * hieß. Manhat nicht Unrecht, wenn man mit jenem Franzosen die Gnade (undso auch fast alles Uebrige) ein zs us sais guoi ° nennt und dabei andie lieben Kirchenvater denkt und an die spätern vootorss 88. riioo-logiae, die sich lange herumstrittcn, ob die heilige Jungfrau geborenhabe mit oder ohne Nachgeburt?!

So lange die Thcologencongresse, Concilia, fortdauerten, dieschon allein durch die ihnen beigelegte hohe Wichtigkeit lächerlich sind,war an keine Aenderung zu denken; wie wären sonst auch Concilienmöglich gewesen? Aber noch nach der Reformation dauerte das Un-wesen fort bis zur amerikanischen Revolution, wo das politische Zeit-alter das theologische glücklich verdrängte. Beide hatten zwar Elendgenug in ihrem Gefolge, aber letzteres lohnte doch nicht mit lautertauben Nüssen. Man zählt über zweitausend Concilien, die schöneDiäten kosteten; ungeheure Fvliantenreihcn enthalten die Beschlüsseund ihre Geschichten; aber gar Viele waren damit noch nicht zufrieden:die Apostel sollten schon zwölf Concilien abgehalten haben, und das

* Doch nicht so ganz. Zu jenem Streit, wegen dessen Oldcnbarneveld hingerichtetwurde, kamen bald politische Parteiungen über die Gecqalt des Erbstatthalters. — r Derfeine Lehrer. — 2 Z-ch weih nicht waS.

DemokritoS. IV.

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