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Die Postanstaltcn des Cyrns und Augnstus galten lediglich demStaat; Carls des Groben seine nicht minder; dann schweigt die Post-geschichte bis 1464, wo Louis XI. die Anstalt wieder hervorsuchte,Kaiser Max 1- sie nachahmte. Taxis aber erst verband damit auch einePrivatanstalt zum Besten des Handels und Wandels; aber gierigeStaaten suchten die Anstalt, die zum Nutzen des Staatsbürgers dienensollte., nur zu dessen Bedrückung zu gebrauchen, und so verfiel siewieder; aus Fuhren wurden wieder Reiter, und aus Reitern Fuß-botcn und Esclsposten, wie im Mittelalter die Frohnbotcn, Mczgcr,wandernde Mönche oder unterlegte Reiter (positi vgni), woraus diePost entstanden ist. Ein großes deutsches Handelshaus, das vor Auf-lösung der Toxischen Post 8000 fl. jährlich zahlte, zahlt jetzt 40,000 fl.Nie sollte der Staat, der die Post gehörig zu würdigen versteht,gierige Finanzzwccke verfolgen, so wenig als mit seiner Münze, denner verliert, sobald er hier positive gehen will, und nur Privaten ge-winnen. Man legte auf gelcgenheitliche Bestellungen hohe Strafe,ohne zu bedenken, daß man nicht darüber halten kann; man erhöhtedas Porto, und so schränkte sich der Privatmann mit seinen Corre-spondcnzen ein, und der Staat bezog weniger als zuvor bei geringeremPorto. Ich habe 1830 von Frankfurt bis an die Grenzen Württem-bergs für ein Buch ä 36 kr. in 8. aus einer Versteigerung 64 kr.Porto und Mauth zahlen muffen, und lasse die Versteigerungen selbstkünftig vorübergehen, gewinne demnach, und danke dem Staate fürBeschränkung meines Luxus. Unter die Verliebten gehöre ich, Gottsei Dank, nicht, aber wie wichtig ist die Post Verliebten? Ich bewahresogar den Kalender eines mir werthen Alten von 70 Jahren auf, derjede Woche einmal schrieb, und mit Voltaire sagte:
LIkliisur L eolui, c;u! send est kuxuiUov,
Lt Qs xeut ev pnrler yus par 1e postillon! *
Zu den Postanstalten können wir jetzt auch die Telegraphen rech-nen. Die Rauch- und Feuerzeichen der Alten, und die Wartthürmedes Mittclalters können für Telegraphen gelten, aber unsere Zeit,Rektor Bergsträßer und Chappe gingen zur förmlichen Zeichenspracheüber, und sie war von hoher Bedeutung im französischen Revolutions-kricge. Die Postmäßigen Fortschritte des Menschengeschlechts zeigtensich jetzt von allen Seiten, Ocffentlichkeit kam bei der Post eher zu
> Unglücklich ist, wen dieser Stachel sticht.
Und der nur durch den Postillon davon spricht.
DemokriloS. IV.
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