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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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Advokat zuerst um sicheres Geleite gegen Katzen bat, dann um Fristwegen der Schwängern, die auch auf 14 Tage für sie und die ganzJungen mildrichterlichst zugestanden wurde, machten sich lächerlicher,aber Se. Heiligkeit Papst llrbanus VI. doch noch mehr, als er beiderBelagerung Rocca's täglich viermal in pontitlasllbus ' vom Balconherab und ferne vom Schuß, das feindliche Heer cxcommnnicirte, inder einen Hand das Glöcklein und in der andern die brennende Fackel,sich von diesem geistlichen Hokuspokus die ersprießlichsten Folgen ver-sprechend. Sie gleichen ohnehin jenem betrunkenen Priester, der dasTanf-Formular lange nicht finden kann und ängstlich wiederholt: „AchGott! Ach Gott! wie schwer ist doch ein Kind zu taufen!" oder derMarquise de Prie, die ihrem sie in tlagr-inti erwischenden Liebhabermit kalter Unverschämtheit sagt: „Sie lieben mich nicht mehr, dennSie glauben eher das, was Sie sehen als das, was ich Ihnensage."

Die Folge und der zureichende Grund dieser Folge haben leiderhicnicden oft so wenig gemein, daß man weit glücklicher ist, wennman nicht immer nach dem zureichenden Grunde forscht. Jener Ehe-mann stürzte außer sich vor Freude in die Gesellschaft: „Meine Frauist niedergekommen, sie ist doch niedergekommen!" aber die spöttischeFrage an den oft geschraubten Mann: „Haben wir denn je an IhrerFrau gezweifelt?" verdarb ihm alle Freude. Die ganze Poesie derJugend beruht auf der Unbckanntschaft mit der Ungereimtheit derFolgen, die sie aus den Gründen zieht. In der Jugend empört BiasSpruch: „Liebe den Freund, als ob Du ihn einst Haffen müßtest," wiedes Aristoteles -I -xtXol, oüSel; das für das Von plus Ultra der

Menschenfeindlichkeit gilt, gleich jenem Gebet: „Lieber Gott, bewahremich nur vor Freunden, vor den Feinden will ich mich schon selbsthüten." Besser behagen die jugendlichen Phrasen: Ich bin meinesGlücks gewiß, denn ich habe Freunde; mein Bruder läßt mich gewißnicht stecken ; ich habe viele Anverwandte; man ist mir Dank schuldig undliebt mich; mein Werk ist gut, wird auch gut aufgenommen werden;man ist mir's schuldig, folglich wird man auch zahlen; meine Geliebterst trcn, sie hat's geschworen; der Minister versorgt mich, er hat'sversprochen; mein Gnädigster zahlt nichts, aber ich komnie in seinTestament rc. Lauter goldene Phrasen im Wörterbuch des jovialenNeulings, der noch nicht erfahren hat, daß man verlassen ist, wen»man sich auf jemand anders verläßt als auf sich selbst.

> In vollem Ornat. — r Ihr Freunde, keiner ist ein Freund.