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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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weiland wolillöblichcn freien Reichsstädte ein, denen häufig unrechtgeschehen? Jedoch passirten auch iiiaiichmnl Dinge wie 1783 Zu Winds-heim, wo in öffentlicher Gesellschaft Bürgermeister und Senator sichhcrumprügclten, mit Flegeln, Rotzbuben und Schlingeln um sich warfen,weil der Senator sich in des Bürgermeisters Gegenwart mit den Ellen-bogen auf den Tisch gelegt hatte. Ich wollte von unsern 6 erstenReichsstädten, namentlich von Frankfurt, das ich am besten kenne, vielKomisches vorbringen, das mich bei den, Weltverkehr dieser Städte oftwunderte, aber ich liebe Frankfurt und seine gastfreien und mildthä-tigen Bürger, vor denen sich viele egoistische, hochnasigte Residcnzlerverkriechen müssen. Ja, wer gedächte nicht eines ganzen Landes, wenner nicht selbst Bewohner desselben zu sein das Glück hat: Schwabenund Schwabenstreiche? Sollte Jemand fragen: Aber woher kommendiese Albernheiten? so antworte ich, wie jener Schwabe dem wißbe-gierigen Reisenden: „Lediglich von der Lust, wie Euer Gnaden schonan Ihrer Frage zu bemerken belieben werden."

Schilda steht oben an, denn es säte zur Verbesserung der Stadt-nahrung einige hundert Ccntner Salz, und da junge unbekanntePslünzcheu zur Freude der Bürgerschaft hervorkamen, die den auf denFeldern sitzenden Ausschern, wie der berühmte Focus unter derDresdner Brücke, nicht wenig am Hintern brannten, so hielt man sie fürreif zur Ernte; um dem Brodmangel zu steuern, baute hvchweiser Ratheine Mühle in der Größe der Schweinfurter, denn wo eine Mühleist, gibt es auch Mehl, wo Mehl ist, ist auch Brod; die Mühlsteinewurden auf einer Anhöhe behauen und hinabgcrollt, und ein Raths-glied dachte so patriotisch, den Kopf in einen hinein zu stoßen, damitman auch wisse, wo er hingcrollt sei; aber es fand sich weder Raths-glied noch Mühlstein, daher Steckbriefe ausgingen, daß ein Senatorentwichen sei, der statt des Halskragcns einen Mühlstein trage. FürWasser war man nicht minder besorgt; der Rath ließ einen Brunnengraben von 30 Mannslängcn, beschloß selbst die Tiefe abzumessen,und Seine Magnificenz hingen sich in vollem Ornat zuerst an denBalken, der älteste Rathshcrr an dessen Füße, und so jeder an dieseines Vormannes; siehe, da spukte der Bürgermeister nur so einbischen in die Hände, und diese Kleinigkeit ward Ursache einer großenBegebenheit: der ganze Rath brach den Hals.

Bei der Ankunft des Königs ließ der Rath von Schilda einFeuerwerk veranstalten, da cS aber vorher probirt werden sollte, sowar es vor der hohen Ankunft bereits iu der Luft, und man verfiel