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wenn sie bei ihrem Snaps und Bier, Butterbemmen und Knackwürstenvon Schwabenstreichen sprechen, sie, denen selbst Mutter Natur dengrößten Schwabenstreich gespielt hat. So sprechen auch die muntern,witzigen Rheinländer, die halbe Franzosen sind, gerne davon, habeneinige Wcinhäuser sogar „zum alten Schwaben" und „zu den siebenSchwaben" abgebildet über der Thüre, wie sie in corpore mit einemlangen Spieß furchtsam losgchcn auf einen Hasen: „Vcitli, gang duvoran, dann du hast Stiefel an, daß di's net beißen ka." DiesenWirthshäusern schreibe ich es zunächst zu, daß noch heute zn Frank-furt und am Rhein, wo doch in unserer Zeit so viele arge Streichevorgekommen sind, ein dummer Streich noch immer Schwabenstreichheißt; aber warum auch Hessen davon sprechen, da die Schwabenschon lange nicht mehr von blinden Hessen sprechen mögen, weiß ichso wenig, als warum man die kleinen schwarzen Mehlkäfer, die Scha-ben, Schwaben nennt.
Woher wohl die Eintheilnng in 7 Schwaben rühren mag? Viel-leicht von der geheiligten Zahl 7; Gelbfnßlcr, Knöpfleschwab, Nestel-,Mücken-, Spiegel-, Blitz- und Suppenschwab, wozu der Allgäncrnoch kommt, lassen sich eher erklären. Sailers Posse, die 7 Schwabenoder die Has.njagd, liest auch der Schwabe gerne, seit die großeHasenjagd so gut gelungen ist, und sein Gebet vor dem Angriff be-weist den frommen Sinn, der noch herrscht:
O cisar Herr Gott, was hau incr dir doch thau,
Daß du uns arme Schwab» witt nimma leba lau?
Wart, wart, mar werd die nötha,
War wend der uoitz mci g'stau,
Mar wend der nimma beth«
Und nimma i»S Kirchle gau! ^
Die ehrlichen Schwaben müssen sich viel gefallen lassen; man hatsogar aus ^rajectus 8usvorum (Schwabensurth) Schweinfurth gemachtund wenn sie nicht gerne jemand sagen, wohin sie gehen (ob sie gleichsonsten nur allzu offenherzig und zutraulich waren, daher viele soge-nannte Schwabenstreiche zunächst rühren mögen), so müssen sie stetsnach Tripstrill gehen, welchen Ort Trepho seiner Truilla zu EhrenIrexiionis rruilla nannte. Das lustige Völkchen mag sich mit den
* O unser Herre Gott, was haben wir dir gethan.
Das; du uns arme Schwaben willst nicht mehr leben la'n?
Wart, wart, wir werden dich zwingen.
Wir werden dir nichts mehr gesteh'»,
Wir werden dir nickt mehr beten,
Nicht mehr in die Kirche gehni