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X.
Die Fortsetzung.
Die Selbstsucht zerfällt in mehrere Nebenlinien: Stolz, Hochmuth,Hoffart, Eitelkeit, Eigensinn rc., die wir nun näher müssen kennenlernen. Stolz ist überall, wo man das Bewußtsein seines Werthesleidenschaftlich durchzusetzen sucht, und er fixirt unsere Einbildungenauf einen Punkt, auf unsere Vollkommenheiten bis zu einer Art vonVerrücktheit. Stolz macht dumm, und Dummheit begünstigt ohnehindie Thorheit; „8tultus und Stolz wachsen auf einem Holz," sagtenunsere Alten. Wir kränkeln Alle, mehr oder weniger, im Spitale desStolzes, der Kroncnträger wie der Schweineschueider und Abtritts-feger.
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Der Stolz sieht sich erhaben über Andere, womit noch Achtunggegen Andere bestehen kann; plumper Stolz aber erblickt Andere allzutief unter sich und verachtet sie, und ist in der Regel der Begleiterder Mittelmäßigkeit, die unvermuthet zu etwas gelangt ist, deu.erplump wie das Directoire Frankreichs, und mancher Direktor in unse-rem deutschen Vaterlande. Stolz liefert daher auch die meisten männ-lichen Subjekte der Narrenhäuser; aber einen gewissen Charakterstolzder Diener sollten kleine Herren achten und lieben; er bewahrt amsichersten vor den kleinen niedrigen Schuppereien und Uebervorthcilungcnsolcher, die sich unterthänigst krümmen und bei jedem Worte einenKatzenbuckel machen. Zu Wien befand sich ein Maler, der sich ein-bildete, Fürst Schwarzenberg zu sein; der Arzt versprach ihn, Frei-heit, wenn er alle Narren abmale; er malte, und noch ehe er ganzfertig war, hörte er anf, Fürst Schwarzenberg zu sein; folglich knrirtArbeit viele Narren, und in der arbeitenden dürftigen Klasse findensich auch die wenigsten Narren, wohl aber unter Reichen, Mächtigenund Müßigen; ihre Umgebungen erscheinen in der Regel nur in der
i Ist der Nutzen die Mutter der Billigkeit doch und des Rechtes,r All' mein Gedeih ist kurz, volltönend und bequem.
Seid stolz, selbstsüchtig, dumm, so seid ihr uür genehm.