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Angelina del Dnca, der König der Felder, starb auf dem Rade,und wie Viele zierte nicht schon ein breites Seidcnband, für die einganz schmales von Hanf weit schicklicher gewesen wäre? Die Ehrgeizi-gen erklimmen ihre Höhe wie die Schornsteinfeger, auf Händen undFußen, kriechen durch dunkle, garstige Kanäle und machen sich nichtsdaraus, wenn sie schwarz aussehen; denn wessen Brust einmal vomFeuer des Ehrgeizes entzündet ist, der hat von, Baum der Erkenntnißgenascht, und das Paradies eines ruhigen Lebens ist für immer dahin.Sein Taggebct steht bei Horaz:
kwlclira Hvsroa,
O» müii kältere, ä» Zuslus senetusiiue v'xlvri,leoetem I>seeiüie et kreiutwus obzice nutlem. *
Shakspeare's Macbeth ist daS schönste Muster dieser schrecklichenLeidenschaft; aber der Ehrgeiz ergötzt sich an diesem Bilde und brenntfort, bis ihn der ausgebrannte Vulkan von St. Helena verschlingt.Diese Insel soll kein Gewitter kennen und mußte das größte Gewit-ter, das je Europa erschütterte, kennen lernen. Ob da wohl der vonEuropa mit Recht Geächtete auf seiner Felseninsel, von zürnendenWogen nmbraust, je ausgcbraust und in seiner Einsamkeit, düsternErinnerungen hingegeben, Reue und Leid empfunden hat? Herrlichist doch die Mythe, daß Ehrgeiz die Engel vom Himmel stürzte undzu Teufeln machte, und die unmäßige Begierde, Alles zu wissen, Adamund Eva um das Paradies brachte!
Der Ehrgeiz opfert sich der Idee; das ist schön, aber weit öfternoch, vorzüglich gelehrter Ehrgeiz, bloßen Grillen; wenn aber die Weltverbrennt oder ersauft, was wird da aus unserer Universalgeschichte?Unser Wort unsterblich, womit wir in Briefen, Gedichten, In-schriften, Büchern rc. so freigebig sind, hat uugcmein viel Komisches,nirgendswo aber mehr als über Gräbern. Wen Ehrgeiz lange ge-quält, wer über Ehrgeiz sogar das verlor, was er so lange suchte, wieder Hund in der Fabel oder Jxivn, ^ wer gleich dem Adler hoch flogund dann wie die dümmste Krähe sich in die Wolle eines noch düm-meren Schafes verstrickte; wer in ländliche Ruhe und Abgeschiedenheit
l O schöne
Laverna! * gib zu meinem falschen SpieleMir ferner Glück, verleih' mir tadelfreiHu scheinen und gerecht; mach', wenn ich sündige,
Nacht um mich her, und wirf wie einen SchildDie dickste Welke meiner Schalkheit vor.
(Wieland'S Uebcrs.)
r L. Seite 2w.
Laverna, Göttin der Diebe.)