vsurnonvillsV r Und nun kam gar Napoleon Bonaparte! Schon alsGeneral schrieb er: „Könige sah ich zu meinen Füßen, ich könnteAnsprüche machen und fünfzig Millionen besitzen; aber ich bin Bürgerund General der großen Nation; die Achtung Weniger, die Meinungder Nachwelt, mein Gewissen und das Glück des Vaterlandes habenallein Reize für mich," so schrieb er zu einer Zeit, wo er schon weitePlane des Ehrgeizes gebildet hatte, und zu fünfzig Millionen weniggefehlt haben wird. „Die wahren Eroberungen," schrieb er gleichfalls,„die keine Reue hinter sich lassen, sind die Siege über die Unwissen-heit; die wahre Stärke der Republik muß sein, nie zuzugeben, daßeine einzige neue Idee vorhanden sei, die ihr nicht zugehörc." Manbewunderte den Mann, den Tyrannen des Geistes, weil man denHauptzug seines Charakters gar nicht ahnte: Lügenhaftigkeit.
Der Mann lieferte mehr als hundert Fanfaronnaden, die einLeipziger 1814 sammelte, und der Mann in der Klemme (1797), derdem Erzherzog Carl schreiben konnte: „Ich lege mehr Werth auf dieRettung eines Menschen als aus den Ruhm trauriger Thaten iinKriege," konnte 1809 Berthier, als ihm dieser die Conskriptionslisteüberreichte, schmunzelnd und die Hände reibend sagen: Tut ckono ckixMills üommes ä ckspsnssr PNI Mols! 2 Nicht wenig wunderten sichdie Pariser, als 1814 die elenden Trümmer der alliirten Armee sozahlreich und so schön über ihre Boulevards zogen, befehligt von todtenGeneralen seiner Bulletins, wie z. B. Sacken, Langeron, Jork,Wrede rc.; die Lügen mußten natürlich steigen, sowie die drei alten,schwarzen, mißhandelten Adler dem goldenen Erzadler die Federnausrupften. Napoleon verbot den Gebrauch der Windbüchscn, und dasagte ein Epigramm:
Wir brauchen Wind in großen Nationen,
Daher soll Niemand brauchen ihn in Buchsen und Kanonen.
Das stets glänzende Lügentalcnt der Gallier wußte alle Nieder-lagen herrlich zu uiaskircn, schon in Italien; im Norden war esKälte, in Spanien Hitze, in Deutschland und im Innern Frankreichsder Abfall Verbündeter und der Marschälle, und bei Leipzig sprengteein Sapeur allzufrühe eine Brücke, wobei Prinz de Ligne bemerkte:6'sst pour In promiörs kois, <zns Lonaparts parls cke sapeur!^ DieSchlacht von Belle Alliance ging nur durch Uebcrmacht verloren; die
Mineral Benrnonville der kleine Finger gar nichts? - - Ich habe alsomonatlich wo«, Mann zu verbrauchen. - » Das ist das erste Mal, daß Bonaparte vonseiner Furcht spricht (sa-peur, Wortspiel mit Sapeur).