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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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chenland und Rom waren Freistaaten nur so lange sie sich nicht zugroßen Weltreichen erhoben, daher scheinen Monarchien großen egoisti-schen Volksvereinen angemessener, und wenn gute Könige unter weisenbeschränkenden Verfassungen herrschen, und wenn eine allgemeine Ge-setzgebung, statt des stehenden Heeres, den Zwist der Nationen heilenund das Menschengeschlecht verbrüdern wird, dann ist das Himmel-reich gekommen. „Kein Krieg! Kein Despotismus! Keine Sklaven-ketten!" sind die ersten Lippenlante der neugeborenen Kultur, und da-her liegen sie auch noch so schwer auf der Zunge. Bediente sagenanfangs: das Haus, die Kutsche, das Pferd rc.; dienen sie aber länger:unser Haus, unsere Kutsche, unser Pferd, und endlich mein Hans,meine Kutsche, mein Pferd, und dann erst sind sie förmliche Familien-glieder, und so sollte es auch mit dem Bürger des Staates sein. Nochimmer ist Bürger ungeläufig; Unterthanen will selbst der Dorf-edelmann noch haben, und mancher Regent, der immerhin die Bürgerals seine Kinder ansehen dürfte, will sie auch noch für Kinder halten,und so behandeln, oder gar da man auch von Hirten des Volkesspricht, wie Schafe. Nur freies Wirken freier Männer erzeugt Va-terlandsliebe; das Glück geht nicht aus Staatsformen hervor, und dieStärke ruht nicht auf dem stehenden Heere, das den Finanzen so wehethut und die Völker selbst wehrlos macht, daher wir auch die Tagevon Zama und Pydna sich erneuern sahen. Man sollte nicht vonStaatsmaschinen sprechen, da man nicht einmal die Armee ganz znrMaschine machen kann; wie hätten wir sonst laufende Armeensehen können?

Es ist gefährlich, dem Volk allgemeines Staats- und Menschen-recht zu lehren, und die Sache so kitzlich als eine Zeitungstheorie fürdie Jugend; ganze und halbe Antworten sind Messer in den Händenvon beiden, aber glücklicherweise ist's auch nicht nöthig, wenn nur dieVorsteher helle und menschlich denken. Jener Presbyterianer, denCarl II. fragte: „Ist es auch Recht, gegen den König die Waffen zuergreifen?" erwiderte: „Ich wünschte, daß König und Minister dieSache für Recht, die Bürger aber für Unrecht halten möchten." Gutwird es sein, wenn die Geschichte das Ende Carls I. und Louis XVI.,das Schicksal Jakobs II. und Christierns, Ulrichs, Herzogs von Würt-temberg, und der Fürsten von Hessen und Sachsen, Philipps undJohann Friedrichs, Herzog Carls von Mecklenburg und selbst des er-bärmlichen Rheingrafen von Grehweiler recht heraushebt, welcher letz-tere oft nicht einmal Futter für sein Reitpferd, das ihm der Reichs-