Band 
[Siebenter Band. - Achter Band.]
Seite
162
JPEG-Download
 

162

8oi§nsur,s ck'Vvetöt (bei Rouen), als sie zur krinoipants ' erhobenwurde, gab den Parisern zu tausend Bonmots Anlaß; selbst Henri IV.,als er da kampirte, tröstete sich in seinem Mißgeschick: ^lss »mis, sizs ns puls oongnsrir man rovaums, z's ms eontsnterai aveo eoluick'Vvotöt. ^

Unsere kleinen Souveräns regierten die meiste Zeit in den Wäl-dern, oder im Pferde-, Ochsen-, Kühe- und Hundestall, einige schorenselbst Schafe, was immer besser war, als die Bauern zu scheeren, mittreudevotester Dienerschaft in Karten zu spielen, oder sich zu besaufen.Das Gewebe, das an großen Höfen Fürsten und Grafen, Maitressen,Kammerherrcn und Hofdamen liefern, lieferten hier Kammerzofen undHofmeister, Haushofmeister und Hofprediger, Büchscnspanner undReitknechte. Diejenigen waren schon höhere Wesen, die der Kunsthuldigten, Bücher und Gemälde sammelten, selbst malten, Concertegaben und sich hören ließen, zum Flügel sangen oder die Flöte spiel-ten, wo man nicht vergaß, alle Ringe an die Finger zu stecken — odergar Theaterstücke gaben. Noch sehe ich einen alten, recht gutenFürsten vor mir, der stets in seinen eigenen Concerten dastand an derSpitze der sitzenden Damen, den Federnhut unter dem Arme, denDegen an der Seite, steif wie der Grenadier am Eingänge desSaales. Ein alter Reichsgraf rauchte dafür mcerschanmene Pfeifen-'köpfe braun, womit er, in Ermanglung eines Hausordens, Geschenkemachte, dafür aber oft die lieben Getreuen ärgerte, daß sie gelb undblau wurden. In den letzteren Zeiten gefiel man sich vorzüglich inrecht großen Regiernngssiegeln und glänzenden Civiluniformen, ob-gleich ein alter Rath unterthänig anheimstellte, ob nicht, da die Kassebei Besoldnngszahlungen schon eine so protestantische Miene mache,besser zu dekretiren sein möchte — nackend zu gehen, wozu wahrlichViele unverschämt genug gewesen wären.

Das höchste Spiel blieb aber immer das Soldatenspiel, und dasGespenst mit der Trommel verscheuchte alle andern. An einem kleinenHofe, dessen Infanterie aus zwanzig Mann, und dessen Kavallerie auszwei Husaren bestand, die nur bei großen Gelegenheiten den ungari-schen Anzug mit der Livrse vertauschten, mußten zwei Tambours undein Pfeifer Morgens und Abends mit Reveille und Zapfenstreich dasfriedliche Städtchen allarmiren, und als einer der Helden durchging,wurde mitten im Städtchen ein Schnappgalgen errichtet und der Name

i Fürstentbmn. — ? Kann ich mein Königreich nicht erobern, so will ich mich mitdem von UvetSt begnügen.