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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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dert Morgen Landes im Himmel Allen versprach, die seinem Ordenhienieden zehn schenken würden, wußten aber die Hvchwürdigen schonjenem Fehler abzuhelfen; auch wußten die Missionäre recht gut, daßsie keine Zuhörer bekämen, wenn sie nicht Tabak und Liqueur aus-theilten. Kein Geld, keine Schweißer! kein Tabak und Branntwein,keine Christen! Niemand wußte den Himmel so reizend zu malen alsPater Cochem, weit schöner als des Edelmanns Schloß und Garten,ohne Amtmann und Frohne, ohne Arbeit und Wild, bei ewigem Zechenohne Wirth. In seinem Himmel fängt St. Peter Fische, die St.Martha im Schmalz backt auf dem Rost des heiligen Laurentins; dieheiligen drei Könige fahren die Seligen spazieren, St. Georg undSt. Martin reiten vor, die Engel blasen, die heilige Anna gibt Kaffee-visiten, St. Salvator leiht seine Weltkugel zum Kegelspiel, St. Josephhobelt Alles glatt, und Abends ist Engelsball!

Groß ist Pater Cochems Beredsamkeit, wenn er die Qualen derHölle schildert, den großen Feuersee, den Gestank, der so arg ist, daßein einziger Verdammter schon die Erde verpesten wurde, der Geruchder Teufel noch scheußlicher, höllisch die Musik, und die Speisen vonBlei, Schwefel, Pech, Drachen- und Schlangengift werden mit glühen-den Löffeln eingegeben; aber unendlich größer ist natürlich seine Be-redsamkeit, wenn sie die himmlischen Freuden malt: Alles ist da Goldund Silber, Perlen, Edelsteine und Blumen, gegen die unsere nurstinken, die himmlische Musik so schmelzend, daß der heilige Franz, dereinst nur ein Geigenstrichcrl hörte, die Engel bat, aufzuhören; derTeufel selbst sagte, wenn er an einer Säule von lauter Schcermesscrnund Dolchen gen Himmel klettern könnte und zum jüngsten Tag kletterte,so würde er sich keinen Augenblick besinnen, denn die himmlischenFreuden könne er nicht vergessen, so alt er auch sei! Pater Cochemgibt den Orientalen nichts nach, deren Paradies aus Erde vom fein-sten Mehl und vom stärksten Bisamgeruch, die Steine von Perlen,Diamanten, und die Mauern von Gold und Silber sind wie dieBäume: der Baum der Glückseligkeit, Tuba, verbreitet seine Zweigeüber die Hütte jedes Rechtgläubigen und ist voll Granaten, Trauben,Datteln rc., selbst Kleider und gesattelte Pferde hängen daran. DerTuba ist so groß, daß das schnellste Pferd hundert Jahre braucht, umaus dessen Schatten zu kommen; an seinem Fuße entspringen Milch-und Honigbäche, und überall harmonische Glocken, die ein Wind be-wegt vom Throne des Höchsten. Höchstens ging der Apokalypscnhannesnoch weiter. Das neue Jerusalem hat zwölf Thore mit dem Namen