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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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im neunzehnten Jahrhundert? es wäre wohl Zeit, aber die Sachescheint mir täglich problematischer.

Den intellektuellen Theil der Religion hat Jeder allein mit sei-nem Schöpfer auszumachen, und der praktische Theil heißt: „Liebeteuch unter einander." Die Religion ist kein Priesterhandwerk, undihre Ausübung kein leeres Ceremoniell. Keine Religion macht anund für sich selig, sondern allein die Tugend, die durch Religion er-wärmt und gebildet werden soll. Wenn man auch aus Respekt oftetwas sagt und thut, was man nicht glaubt, so muß man sich's dochzur Regel machen, schlechterdings zwischen seinen vier Wänden nichtsaus bloßem Respekt zu glauben. Nur ein puritanischer Schwärmerkonnte seine Katze am Montag aufknüpfen, weil sie am Sonntag eineMaus gefangen hatte, und Plouguet, der einst wegen der Ernte denSonntag auf den Mittwoch verlegte (1743), würde jetzt vielleicht miteinem Wischer wegen Eigenmacht abkommen, damals aber wurde erseines Pfarramtes entsetzt, und dafür mit Recht Professor der Philo-sophie zu Tübingen.

Religion ist Sache des Gefühls, daher sie so leicht in Schwär-merei ausartet; unsere Zeit berichtigte die Ideen über Religion undführte zur Duldung, aber leider auch Viele zur Gleichgültigkeit, diean das alte Kirchenlied erinnern mag:

'58 Es möchten etwa FLinse sein,

-4n' Die thäten nach dem Willen dein.

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änil lIin gewisser Fürst unterbrach die etwas allzulange» Reden seinestzubil Hofpredigers vom jüngsten Tage mit der Frage, „ob er auch Spargeln-gochoöiehe," und seine Hochwürden sandten gleich den andern Morgen einersä öndrobe Spargeln nebst einer weiter ausgeführten Abhandlung übertzen jüngsten Tag, worauf der Fürst erwiderte: „Lieber Getreuer! Ihroj rsäHabt weit bessern Spargel als ich, ich danke und verbleibe rc." Vor-n„sii,pehme Leute sind Wachslichter, die leuchten ohne alles Schneuzen,siä gMmeine Leute Talglichter, die immer Lichtputzer brauchen, scharfe undchis -chsMtere, Amtmann und Pfarrer; ersterer betrachtet als Staatsmann-mirl ^Religion mehr von der politischen Seite und ließe sich selbst diessättsuUMPelmädchen der Alten und Bajaderen der Brammen gefallen, undchon gtZtzterer putzt oft in zelotischer Hitze, oder durch zu viel Studiren blöd-sichtig das Licht ganz aus. Manche Zeloten — denn Zeloten lassensich nicht predigen, sie predigen ja selbst — möchten lieber in dieKirche hinein bannen, wie unsere Alten hinaus bannten; das