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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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in Schweden schlief der Freund sogar im Ehebette, jedoch vorsorglichder Mann in der Mitte. Auf Reisen schlief ich mehrmals mit meinemSouverän in einem Bette aus Noth, nicht aus Freundschaft; folglichdarf ich es ihm nicht verargen, wenn er an mir Unebcnbürtigenschlechter handelte, als ein alter Ritter von Ehre und Redlichkeit ge-handelt haben würde.

Man speiste zu Abend zu einer Zeit, wo jetzt Viele zu Mittagspeisen, denn der Luxus macht Alles später: unsere Alten liebten denTag, wir die Nacht, als ob wir Neger im heißen Afrika wären oderuns schämten vor dem armen Mann, der um diese Zeit von der Ar-beit ruht. Zur Zeit, wo die Alten ihren Abendsegen lasen, um flugsund fröhlich einzuschlafen, nehmen wir die Karten zur Hand oderBierkanne und Pfeife, und Viele glauben noch recht ordentlich zu leben,wenn sie um Mitternacht in den Federn liegen; Wilhelm der Erobererist ihnen ein größerer Despot als Napoleon, weil er schon um achtUhr das Fcuerglöckchen läuten ließ (ls oouvrs kau) und kein Lichtmehr im Hause gestattete. Concerte bestanden damals in Trompeterund Tambour, der Luxus der Mahle aber in der Menge der Speisenund Getränke und der Gäste mit ihrem Schweif von Dienern, Pfer-den, Falken und Hunden, auch wohl in der langen Dauer. Bei Ver-mählungen saß man oft Monate lang beisammen; was jetzt französischeWeine sind, waren damals spanische, griechische mit inbegriffen. Beidem Beilager Herzog Georgs von Landshut 1475 brachten die Gäste93,6uO Pferde zusammen und verschmausten binnen acht Tagen 300Ochsen, 63,000 Hühner, 500 Gänse, 75,000 Krebse, 75 wilde Schweine,162 Hirsche, 170 Stücksässer Landshuter und 200 Fässer andere deutscheWeine neben 70 Fässern welschen Weines; das Beilager kostete acht-zigtausend Dukaten.

Die Volksklasse schwelgte verhältnißmäßig; Polizeiordnuugen er-laubten bei einer großen Hochzeit vierundzwanzig Tische zu zehn Per-sonen, bei einer kleinen vierzehn Tische; das Essen durste nur dreiStunden dauern, und schön war es, daß die Stadtarmen gefüttertwurden hinter dem Hause, vor dem Hause aber die Siechen des Ortssich sammelten. Fressen und Saufen war kostspieliger, als der feinereLuxus unserer Zeit; man konnte auch mehr vertragen, und so arron-dirte sich ein Markgraf von Ansbach zu vier Centner, maß aber auch7 Fuß; seine Leber wog 5 Pfund, die Lunge 4-Pfunds dÄk Herz1»j. Pfund, .die Milz 1^ Müi?/stltrh?dech-MM'Wft»ö--'Mch!

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