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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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erste Jahr dienstbar machte, und die Deposition. Man sehte dem An-kömmling Hörner auf, als ob er noch ein wildes Thier wäre, undschnitt ihm eine Locke ab, man säuberte ihm die Nagel, gab ihm Ohr-löffel, und der Hobel, das Beil und die Säge, die mau über ihn zog,hatten alle symbolisch moralische Deutung, wie das Anmalen einesBartes. Man zog ihm einen Zahn aus, er mußte sich zu Füßenlegen, und endlich reichte man ihm Salz und den Becher der Freude,Würfel, Zirkel und Bohrer. Die letzte feierliche Deposition nahmnoch ein Altdorfer Professor 1763 mit seinem Sohne vor, und vonder ganzen Pedanterei blieb der Burschencomment übrig und dasBücherschießen, da fahrende Schüler, deutsch Bettclstudenten, gerneGänse, Enten und Hühner todtwarfen, und das Wort ABCschntze.Diese fahrenden Schüler trieben viel Unfug, den Platen iu seinerSelbstbiographie schildert, der aber wahrlich noch weniger schlimm warals die Landsmannschaften und Studcntenordcn.

Bei der Aufnahme in die Hanse wurde man gehänselt, d. h. insWasser getaucht, in Rauch gehangen, oder mit herabgemachtcr Hosebis aufs Blut gepeitscht, den Kopf in einem Sack, unter rauschenderMusik, und lange wurde diese Barbarei ausrecht erhalten, „weil sonstbloß Reiche sich in die Hause drängen würden!" Im Hochstift Würz-burg war daher das Rnthenstreichen des Novizen Sitte, um den hohenAdel zu verscheuchen, und bei den Templern soll man gar dem Groß-meister den Hintern haben küssen müssen. Noch jetzt muß der, welcherzum ersten Male die Linie passirt, sich von der sogenannten Tanfe los-kaufen, und noch jetzt schreckt man die Kinder, wenn sie das erste Malzur Stadt kommen, mit dem Beißen iu die Thorkette. Die StadtHartenberg soll gar die Wahl ihres Bürgermeisters durch eine Lausvorgenommen haben; alle Competenten legten ihre Bärte auf die rundeTafel, und der war Consul, dessen Bart die Laus die Ehre ihresBesuchs schenkte. Hoffentlich wird man es bei Repräsentantenwahlenanders halten.

Zum Bau eines Galgen mußten alle Handwerker helfen, undjeder Bürger Hand anlegen, um nicht untüchtig zu werden zur Ferti-gung einer ehrlichen Klysticrspritze, Kammertopfes rc., oder an-rüchig, wie Schäfer, Schinder und uneheliche Kinder. Symbolischwar iu der gothischen Baukunst der gen Himmel strebende Spitzthurm,der gegen Morgen stehende Altar, die drei Haupteingängc und dreiThürme; aber das Kreuz verhunzte wieder den schönsten, erhabenstengothischen Kircheubau; man baute ins ff, bedeckte Alles mit f, schmückte