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III.
Höflichkeit und Grobheit.
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Die Manieren roher Zeitalter sind natürlich, daher roh, dieSprache lakonisch aber wahr, gerade wie bei unsern Bauern oder imNorden, und unter Kutschern, Kärrnern und Lastträgern in großenStädten. Noch vor fünfzig Jahren waren Obere gegen Untere höchstfreigebig mit Ochsen und Eseln, ohne es böse zu meinen, und derGeneral, der den Fähndrich einen Ochsen genannt hatte, half dem-selben auf die Versicherung, daß er freilich erst ein Kälbchen sei.Jene Bäuerin, die ihrem sterbenden Manne ins Ohr rief: „Hans,stirbst du?" versicherte den Herrn Pfarrer auf die schon gewohnteAntwort: „Ich will Dir was —", daß ihr Hans noch bei ganz ge-sundem Verstände sei. Der Bauer ist gerade nicht grob, wenn er aufden Vorwurf seines gnädigen Herrn:
Ei, ei, waS kaufst du mir so leichte Schweine?mit einem Bückling erwidert:
Euer Gnaden, so schwer wie Sie gibt's keine,und sein l. nn i. A. sogar kann man nicht grob nennen; denn nochvor fünfzig Jahren konnte man es auch höher hinauf noch hören, undes ist weiter nichts, als ein grobes Nein. Niedern befiehlt abereinmal die Klugheit, gegen Höhere höflich zu thun, ob sie gleich oftdas beste Recht hätten, recht grob zu sein. Der Mann, der die Ver-nunft auf seiner Seite fühlt, wird stets gemäßigt und artig, und seinGeschäft leicht sein; der andere aber, der sein Unrecht fühlt, grob undheftig um sich schlagen, wie Simson mit Eselskinnbacken.
Bei fortschreitender Kultur kommen steife, weitläufige Ceremonien,wie zu Byzanz und in China, und in kleinen Orten setzte es in einerhalben Stunde so viel Bücklinge, daß ein Hofcavalier eine ganzeWoche damit hatte ausreichen können und das Essen kalt wurde, bis
t Freundliches Wort und Hand am HutKostet nichts und ist dennoch gut.