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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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auch sein mag, und dazu gehört Gewandtheit und Selbstverlängnung,die selbst Grobheiten gelassen einsteckt, um die Gesellschaft nicht zustören. Ich bin überzeugt, der Franzosen ewiges Llonsisur, Llsäamsträgt schon dazu bei, daß sie artiger sind als Deutsche; hat man ein-mal Llonsieur gesagt, so schickt sich vous Ltes uns bets ' nicht mehrrecht, so wie bei unserem Sie weniger Grobheiten vorfallen, als beiDu und Du. Freilich glauben Viele mit einem Lxaussr, Llonsienr!«wieder gar Vieles entschuldigt zu haben, wenn auch Entschuldigung sowenig Rechtfertigung ist, als Anweisung Zahlung; aber ich zweifledoch, ob in Frankreich die Scene vorkäme, welche ich auf einer deut-schen Diligence erlebte, die stark besetzt war, darunter eine artige Frau,die aber das Wasser nicht halten konnte; man war allgemein unartiggegen sie, selbst der Schaffner; ich nahm mich ihrer an, erzählte dasbekannte Schicksal Tycho Brahcs; man ließ sie nun ruhig, und siewar dankbar.

Unsere heiligen Bücher sagen: „Ehre, dem Ehre gebühret;" wir,wir fordern Complimente, d. h. vomplsmontuin oder Ersatz der feh-lenden Ehre. Unter dieser Sprachmengerei verliert sich das Bestrebennach Würdigkeit, nach den Tugenden unserer Alten, Redlichkeit, Offen-heit, Wahrheitsliebe; folglich ist die Kehrseite der Höflichkeit fast wich-tiger als ihre schöne Seile. Bei Homer fragt der Wirth nicht ehernach Stand und Namen seines Gastes, als bis er ihn gesättiget hat,und auch unsern Alten wurde erst der dreitägige Gast eine Last. Vomalten „Gott grüß dich!" war ein Stück Geld zu haben, vom heutigen„untertbänigen Diener" kein Glas Wasser. Im Mittelalter mußtefreilich Gastfreundschaft, wie noch heute im Orient, den Mangel derGasthäuser ersetzen, und so auch die Klöster. Paulus sagte: „Her-berget gerne; durch Gastfreiheit haben Etliche Engel beherberget, ohnees zu wissen." Hieran glaubte man; aber jetzt glaubt man nur nochan die goldenen Engel im Schilde; die Inhaber ermangeln auch nie,sich zu erkundigen, wen sie die Ehre hätten, vor sich zu haben, undwer wird heutzutage reisen ohne Geld? Die aufgedrungene Gast-freundschaft der Franzosen, nächst Theuerung, hat auch viel geschadet,ja viele Hausvater so gewandt gemacht, daß sie mit Ehren in denersten Gasthäusern den Oberkellner machen könnten, und unsernSchönen konnte man Mangel an Gastfreiheit am wenigsten vor-werfen.

Und nun erst der rechte Hofton? Der bückt sich nie tiefer, als> Sie sind ein dummes Thier. — r Entschuldigen Sie, mein Herr.