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ten die großen Erfurter, meine Zeit aber die Radieschen; sind wirdoch selbst zu halben Radieschen zusammengeschrumpft; ja Viele liebensogar weiße Rüben als Meerrettig zugerichtet; aber können diese wieMeerrcttig wirken? ^ satxr's sinils is süarxor tkan tilg krorvn, rund eine geschmackvolle Ausgrcifung der Thorheit muß mehr Geistes-vergnügen gewahren, als trockene, steife Schulmoral; mag auch derBetroffene seiner Schwachheit nicht absterben, was Augnstin morivitaliter ^ nennt, so hält sie ihn doch in Schranken. Bei Geliertschläft man schon, geschweige bei ältern Postillen: beim Satyr wirdgelacht und Vieles weggelacht, das im Staate schädlich ist, um dassich aber der Staat nicht wohl kümmern kann, weil es zu tief in diePersönlichkeit eingreifen würde. Der Satyr tritt an die Stelle desStaatesund der Religion, das Gefühl, lächerlich zu sein, an die Stelleder Strafe, und ist dies nicht unsern Hnmanitätszeiten angemessener?
Aber läßt der Satyr nicht auch oft solche Fehler die Pritschefühlen, die keine moralischen Fehler sind? Hat nicht Boileau Cotinauf immer gebrandmarkt!
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Wohl wahr; aber wenn nun einer wirklich ein schlechter Dichter oderAutor ist, warum sollte man es nicht rügen dürfen? warum bleibt ernicht bei Prosa, oder warum läßt er drucken? so wäre ja jede Kritikunerlaubt. Jeder Denker ist im Grunde Kritiker; hat er Spottgeist,so wird freilich der Satyr erwachen, aber doch nie in die Schurkereides Libells versinken. Freilich, wenn Unvermögen und Neid die kri-tische Pythia begeistern, wenn sie vergißt, daß das Ei leichter gesottenals gelegt ist, so steht es freilich mit der zustitia ckistridutiva" übel,und wem ist selbst mit Lob gedient im Munde der Kinder und Säug-linge? Ueber die Anonymität der Herren könnte man lächeln; dennwenn sie sich auch nennen wollten, wer kennt die Herren? Aber dieliebe Jugend räuchert oft einem Götzen, über den Vernünftigere mit-leidig lächeln und dann räuchert sie wieder, wo diese von HerzenWeihrauch streuen mit Tenfclsdreck. Recensiern scheint ein bloßesVorbereitnngsstndium geworden zu sein.
t Des Satirs Lächeln ist schärfer als sein Grollen. — 2 Lebendig sterben..v Warum glaubt er mir nicht und lieg daS Versemacken?
Was schreibt er Prosa nicht? Ihn tobtet das Gedicht;
Das ist die Sprach' im Volk und andres sprech' ich nicht.
* Die Jedem das Seine zutheilende Gerechtigkeit.