Band 
[Siebenter Band. - Achter Band.]
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Aahoos sie auch zählt. Niemand ist bitterer darüber geworden, alsder finstere Aoung, der auch sieben finstere Satiren schrieb, und derDichter der Nachtgedanken konnte natürlich nicht auf eine heitere Ideeverfallen. Aber mußte denn Swift seinen Pferden, um sie liebens-würdig zu machen, nicht menschliche, und seinen Menschen, um sie ver-ächtlich zu machen, thierische Charaktere beilegen?

Swift hatte große Fehler, viele seiner Schriften sind zu politischund zu lokal, folglich nicht mehr für unsere Zeit, und für das Aus-land gar nicht; aber wer in Großbritannien Bücher hat, hat gewißSwift darunter, wie unsere Vater Geliert und Rabcner. Ehrgeiz warseine unselige Leidenschaft, Parteipolitik sein Steckenpferd, ein Bis-thum in England fern Ziel, und da er dies durch eigene Schuld ver-fehlte, so entstand in dem stolzen Charakter ein Menscheuhaß, der ihnendlich halb zum gehässigsten Menschen machte. Swift bleibt aberimmer einer der Heroen der satirischen Literatur, und aus einem Be-senstiele wußte er mehr Geist zu ziehen, als Harway aus Sonne,Mond und Sternen. Sheridan, sein Biograph, hat seine Werke ge-sammelt. London. 17 Bde. 8.; noch vollständiger aber Scott. Edin-burgh 1814. 19 Bde. (die leider 66 Thlr. kosten). In Deutschlandaber scheint man nur die Waser'sche Uebersetznng zu kennen, Zürich 1786.8 Bde. 8., die oft unrichtig, schwerfällig, deutsch und natürlich ganzunvollständig ist. Swifts Corrcspondenz mit seinen Freunden hätteich beinahe vergessen, die interessanter ist, als seine politischen Schrif-ten und der Heros verdiente wohl (mit Ausnahmen) eine neue Ver-deutschung. Seine Freunde sagten ihm die Wahrheit, wie Lord Bo-lingbroke: „St. Angustin nennt die Poesie viuum äasmouuiu; > Siehaben jetzt Alles, Sie wärmen Ihre Freunde mit Wein und Unter-haltung, warum die übrige Welt mit Ihrer Feder, getaucht in St.Augnstins vinuin ckasiuouuiuk"

Churchill, ein Prediger, verdiente sich durch seine Rosciadeoder Schauspielkunst, durch seinen dkost in vier Gesängen und hudi-brasischer Manier, wo Johnson als Pomposo gegeißelt wird, nebsteinigen politischen Satiren, wie 6oä äam, wo von den Pflichten einesRegenten die Rede ist, den Namen des brittischen Juvenals, aber mitUnrecht. Seine Satiren, die nur Privathaß athmen, ohne die Charak-terwürde Juvenals, der die Tugenden auch hervorzuheben versteht,während er die Laster geißelt, verschwinden; auch starb er schon imLreiunddreißigsten Jahre 1764. Die angenehmste seiner Satiren möchte> Wein der Tcusel.