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tobtet, wird wieder getödtet) und Benia sind bekannt, wie die zuMittelafrika gerechnet werdenden Portugiesischen Inseln St. Thomasund des grünen Vorgebirges, die aber leer und unbebaut daliegen,und unter denen St. Jago nur von Ostindienfahrern besucht wird,und doch nisten auch hier Barfüßer Mönche in der schönsten Wohnung.Sonderbar ist auch, daß zu Dahomei und in einigen andern Neger-staaten Weiber die Garde bilden; folglich existiren Amazonen.
Das goldreiche Bambuc im Innern zieht unsere ganze Aufmerk-samkeit aus sich, das wahre Eldorado, das aber auch zugleich lehrt,wohin ein Eldorado führt. Die Neger von Bambuc sind die feigstenund faulsten aller Neger, und verlassen sich lediglich auf ihr Gold;*ihre Sitten werden als gut und sanft geschildert; sie haben wenig Be-dürfnisse, rauchen, tanzen, erzählen sich Geschichtchen unter ihrem Ben-taba, und bitten Gott, daß er sie vor den Weißen in Gnaden bewah-ren wolle.
Die Hauptnahrung der Neger ist Mais oder Kuskus — Hirsebrei— Alles stark gepfeffert. Sie leben so einfach und Mutter Natur istso reich, daß es keine Armen gibt, keine Bettler, dann und wannBlinde. Wasser ist ihr Trank; sie kleiden sich in ein Stück selbst ge-fertigtes Baumwollenzeug um die Lenden, und ihre Hütten sind soeinfach als ihr Hausgeräthe; es sind von Rohr geflochtene Bienen-körbe, gedeckt mit Blättern von Schilf, und ganze Familien leben indem hohlen Stamme der Adansonia oder des Affenbrodbaumes, dessenDurchmesser oft dreißig Fuß mißt, und der das höchste Alter unterallen Bäumen erreicht. Mobilien sind unbekannt; man sitzt auf derErde und schläft auf Lagern von Heu. Wohl haben Neger Anlogen,wenn nur nicht die Faulheit wäre. Die Hitze des Tages verschlafensie, und in der Kühle der Nacht tanzen und rauchen sie, und erzählensich Mährchen, die aber mehr aufs Komische ausgehen, als die Mähr-chen der Tausend und Eine Nacht bei den Morgenländern; leider aberhaben sie gebrannte Wasser kennen gelernt, und diesen widersteht keinNeger; nichts ist ihm so theuer und so heilig, und der Vater verkauftden Sohn und der Sohn den Vater für Branntwein. Ob wohl auchschon der Liebende die Geliebte verkauft hat? Wenn sie nicht rauchen,was sie erst von den Portugiesen gelernt zu haben scheinen, da sie kein
* Hier in Bambuc müssen frühzeitig Portugiesen gewesen sein, sie wurden aber ge-tödtet, sowie die Bambucer alle Pfaffen aus dem Lande jagten und bis heute keine Ma-rabuts mehr haben. Sie glauben, daß der Teufel das Gold mache, und wenn Leute indie Schachten Heruntergleiten, so braucht sie der Teufel zu seinen Bergwerken; dahersuchen sie die Unglücklichen nicht zu retten! — Körbe von Binsen, Kürbisflaschen und einePfanne sind ihre Mobilien.