das Fett, womit sie sich schmieren, die Farbe eines geräuchertenSchinken bekommen; die Sonne ist die Mutter der Farben, wie beiuns auch. Kümmerliche Nahrung und daher geringe Fortpflanzung;ewige Fehden unter ihren Stämmen, wo der Scalp oder das abge-schnittene Kopfhaar des Feindes das ist, was unsern Kriegern dieOrdenskreuze; den Kessel über das Feuer hängen ist so viel als Kriegerklären; sie denken an Menschenfleisch, unsere Soldaten aber anThierfleisch und Wein; der verbündeten Nation schicken sie eine Mu-schel, wenn sie solche zur Theilnahme am Feldznge einladen, nebst derMeldung: „der Altar des Feindes stinke." Blattern und Branntweinverdünnen sie zusehends, und dennoch sind sie noch glücklicher als ihreBrüder im Süden. „Die Weißen dehnen sich aus wie Oel auf einerDecke," sagte eines ihrer Häupter, „wir aber schmelzen wie Schneevor der Frühlingssonne."
Diese Jagd- und Fischervölker sind die herrlichsten Läufer, Sprin-ger und Kletterer, wie Thiere, die der Instinkt leitet. Die Senka'sschießen die Eichhörnchen mit einem Blasrohr, ohne zu fehlen, undohne den Pelz zu verderben. Sie finden auf Gras und Kieseln dieSpuren der Wandelnden, erkennen das Geschlecht, das Volk und dieEntfernung daraus; Ströme, Seen und Wälder halten sie keinenAugenblick auf, die entferntesten Orte zu finden; wo sie Wasserfallefinden, nehmen sie ihren von Birkenreis geflochtenen Kahn auf denRücken. Hier ist der große Wasserfall Niagara, der einhundertsieben-unddreißig Fuß sein Wasser herabstürzt mit einem Donner, den manfünfzehn Meilen weit hört, und hier die wahre Residenz der Adler,welche die am Fuße des Falles zerschmetterten Thiere hieher locken.
Diese Völker scheinen phlegmatisch, sind es aber keineswegs. Esist ein Ehrcnpnnkt bei ihnen, Apathie zn zeigen. Sie lächeln höchstensbei dem, was ihnen gefällt, und scheinen kalt bei dem, was schrecklichist; aber darum fehlt es ihnen keineswegs an Gefühlen. Kein Volkachtet mehr auf FreundschaftsPflicht, hat mehr Zärtlichkeit für dieSeinigen, und ist empfindlicher gegen Beleidigungen, als diese Wil-den. Wenn sie ein Thier fällen, so hängen sie die Theile, die sienicht verzehren, auf, bedeckt mit Blättern, damit allenfalls minderglückliche Jäger daran ihren Hunger stillen, und machen das Zeichenihres Stammes daneben; aber jeder erträgt lieber den Hunger, alseiwas von dem Fleische zn essen, wenn er das Zeichen eines feindlichenStammes erblickt. Sie können Jahre lang das Grab eines Geliebtenbesuchen, sich aufopfern für den Freund, aber sie können auch wieder