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[Elfter Band. - Zwölfter Band.]
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lichen Halsgerichtsordnung heraufsteigen sah, und der Meinung war,daß man bei etwaiger größerer Unsicherheit der Person oder des Eigen-thums Taschenpuffer wie Taschenuhren erlauben könne. Man hörtweniger Ketten und Banden rasseln als sonst, und im Grunde ist jaschon jedes Schlüsselloch, ohne alle unterirdischen Löcher, eine Satireaus den Adel der Menschheit. Strafen müssen bleiben, und dieFurcht wird wohl immer den Wald hüten müsse», der immer schlechterzu werden scheint; ob nun aber gerade Todesstrafen, ist noch bestritte».Jener zum Galgen vernrtheilte Pferdedieb fragte seinen Richter:„stehen aber Pferd und Menschenleben im Verhältniß?" — „Nein,"sagte der kluge Britte, „du wirst auch nicht wegen des Pferdes ge-hangen, sondern damit weniger Pferdcdiebstahle vorfallen." Die soschrecklich mißbrauchte Guillotine war eigentlich eine Erfindung derHumanität, da aber die galvanischen Versuche beweisen, daß der Kopf,den die Maschine abschlägt, noch so lange empfindet, als der vomSchwert abgeschlagene, sowie Erhenkte bloß Scheintodte sind, wie wärees, wenn man sich an die beliebte Elektricität hielte? Eine Statue derGerechtigkeit, die ihr Schwert als Conductor einer geladenen Batterievon dreißig Leidner Flaschen herabsenkte auf den Missethäter, derkaum berührt todt hinstürzte, wie vom rächenden Blitze des Himmels,wäre die humanste Todesart, und für die Zuschauer dennoch vielleichtdas größte Abschreckungsmittel.

Wir haben einen bessern Weg nach Ostindien entdeckt, als denalten Landweg, wir haben Amerika und Australien entdeckt, werdenwir nicht auch den Weg zu einer einfachern und bessern Gesetzgebungund Juristerei entdecken? Die Pandekten waren schon in der Thatbesser, als unserer Altvordern bloß mündliche Akten und Bescheide,aber jetzt könnten wir doch weiter sein. Je weniger Gesetze, destobesser, und je vollkommener das Gesetzbuch, desto weniger Rechtsmän-ner; aber es ist nicht so leicht, das Ideal eines Gesetzbuches zu er-reichen. Bis dahin wollen wir uns mit unsern gottseligen Alten zu-frieden geben, wenn nur ein ehrliches Urtheil gefunden wird; denn esgehört Glück dazu, wie bei allen Funden, trotz aller V. R. W. W. R. I-,was ein Bauer gar „Von Reichsthalern wegen" verstanden wissenwollte. Der Mufti sagt am Schlüsse seines Fetwa: „Gott weiß, wasbesser ist," und das ist ehrlicher gemeint, als viele salvo nwliori, *und wir wollen unsern Rechtsmännern, vorzüglich aber unsern sogc-

' Mit Vorbehalt des Bessern.