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[Elfter Band. - Zwölfter Band.]
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III.

Die Aerzte.

Sterben ist mein Gewinn.

Es gab eine Zeit, wo das Alter die einzige Krankheit war, dereinzige Arzt der Tod; die Dichter nennen diese Zeit die des Satur-nus, wir wollen sie die Zeit der Natur nennen, welche wir nochheute unter den Naturvillkern, die wir Wilde nennen, finden, welcheherzlich lachen würden, wenn wir ihnen die neueste Pathologie er-klärten, wo die Krankheiten, in Compagnien geordnet, zu Tausendenaufmarschiren. Wir machten den Naturmenschen zum Kulturmenschen;Natur und Gcistcskultur lassen sich gar wohl im Bunde denken, demdie Griechen nahe kamen; aber wir verließen das schönste Ideal unse-rer Gattung; die Erde sollte nach dem Willen der Natur ein Tanz-saal sein, wir selbst machten sie zum Krankenhause und den Natur-menschen zum Kunstmenschen. Die beste Antwort auf die Frage:„Warum wurde man im alten Testamente so alt?" bleibt immer die:„Es gab noch keine Aerzte." Sie hat Sinn; noch wahrer aber ist:„Die beste Arznei ist die, womit man sich heilt ohne Doktor."

Die Natur scheint sogar den Menschen gütiger behandelt zu haben,als die Thiere; sie gab ihm, abgesehen von höherem Geist, zwei Uebelgegen selbsteigene Angriffe: Krankheit und Arzt; sie, nebst einerHandvoll andern Ungemachs, ertheilen in der Kürze des Lebens denSchein einer längern Dauer, und verkürzen gar sehr die Langeweileder müßigen Welt, die man die höhere nennt. Ohne Krankheit wüßtenwir nicht recht, was Gesundheit wäre, und selbst die Gesundheit derSeele verdankt Mancher der Krankheit des Körpers; nach einer Krank-heit, die uns tüchtig gerüttelt hat, sind wir neue Menschen, moralischerund geschlachter; die ganze Natur erscheint wie neu, und gleichsam immagischen Lichte der Jugendzeit nach einem hitzigen Fieber.

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Der erste Arzt wir die Mutter Natur selbst, wie noch heute bei

t O Hochgenuß dcr Seele, zu gesunden,

Wie wird für Alles Therlnahm' da emPfundent