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Die Reformation war in England das Werk der Liebe, im singen-den Frankreich das Werk eines Gassenhauers und in Deutschland dasWerk des Eigennutzes; Pfalz - Neuburg wurde katholisch, und Bran-denburg reformirte wegen einer Ohrfeige, und die Traktate zwischenHeinrich VIII. und dem Papst scheiterten, weil der Hund des engli-schen Gesandten beim Pantoffelknß ihn in die große Zehe biß. KönigFranz I. zog über die Alpen, , und viele Franzosen bluteten in denschönen Ebenen der Lombardei, weil ihr König Signora Clarissa nochschöner fand, und Fiesco ward Herzog von Genua an Dorias Stelle,wenn er nicht im entscheidenden Augenblick vorn Brette in die Seegerutscht wäre, und den neunjährigen Krieg von 1688 verursachte einnicht symmetrisches Fenster zu Trianon. Peter III. stieg herab vomThron in ein frühes Grab, weil er Blauröcke lieber hatte, als Grün-röcke, und ein Paolo, den ein Genueser mißhandeln ließ, entzündetein Corsika das heilige Feuer der Freiheit. Alberoni stürzte wederFrankreich noch England, noch weniger sein schwacher König und dielebhafte Königin, sondern die alte Kammerfrau Signora Pascatori.Und was hatte den mächtigen Minister erhoben? Abbs Alberoni, ge-sandt an Vend«me, wurde von diesem ohne alle Umstände auf demNachtstuhl empfangen, und als er sich erhob, rief jener: Lü eulo <Ii-Angela! Ohne einen frisch geleerten Flaschenkeller hätte der sächsischeOberst von Benkendorf die Preußen bei Kollin gar nicht angegriffen,da er sogar Ordre zum Rückzug hatte. Beim Ausbruch des sieben-jährigen Krieges fragte Maria Theresia Kaunitz: „Wer soll aber com-mandiren?" — „Graf Lippe;" aber dieser, ihr talentvollster General,hatte eine Schauspielerin nach London entführt, und so erhielt dasCommando Duc de Lorraine und Dann. Wer weiß, ob die Deputir-ten des dritten Standes Frankreichs so weit gegangen wären, hätteman sie nicht am 23. Juli 1789 bei starkem Regen so lange im Hofestehen lassen, unter Hohngelächter eines hohen Adels und einer hoch-würdigen Geistlichkeit. Schon manche Stadtbcleuchtung ist veranstaltetworden, damit das Publikum in der Dunkelheit bleibe, und unserePublizisten, die sich hochgelehrt über die Ursachen vom Untergang desalten Römerreichs zankten, vergaßen darüber, auf die kleinen Ursachenzu denken, die ihrem heiligen römischen Reich deutscher Nation denHals brachen und es zu Grabe brachten, tznissoat in xaos! ^
Nicht Napoleons Siege, nicht seine unermüdete Thätigkeit unddie achttausend in neuer Kleidung zurückgegebenen Russen machten> ES ruhe im Frieden.